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Netze sind eine gute Alternative zur Einweg-Plastiktüte für Obst und Gemüse an der Supermarkt-Theke.
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Netze sind eine gute Alternative zur Einweg-Plastiktüte für Obst und Gemüse an der Supermarkt-Theke.

Verbraucher

Frankfurt: Papier statt Plastik

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Wie das Plastiktütenverbot in Frankfurt am Main ankommt. Dennoch sei das Plastiktütenverbot nur ein kleiner Schritt, findet Dezernentin Rosemarie Heilig (Grüne).

Stoffbeutel halten die meisten Kundinnen und Kunden in den Händen, die am Mittwoch ihren Einkauf im Rewe-Supermarkt auf der Frankenallee im Gallus erledigen. Das Plastiktütenverbot, das seit 1. Januar bundesweit gilt, werde von der Kundschaft überwiegend akzeptiert, berichtet Marijana Šuker. Die Assistentin des Marktmanagers sagt: „Bei der Mehrheit, ungefähr 80 Prozent, kommt das Verbot relativ gut an.“ Von den anderen 20 Prozent beschwerten sich einige darüber, dass die braunen Papiertüten, die die Plastikbeutel ersetzen sollen, schneller reißen würden.

Schon länger biete der Markt kleine und große Papiertüten an, die seit Jahresbeginn 15 bzw. 20 Cent kosteten und damit im Vergleich zum Vorjahr um je fünf Cent teurer geworden seien. Die dicken Plastiktragetaschen zu einem Euro pro Stück seien mit dem Jahreswechsel aus dem Sortiment genommen worden. An der Kasse liegen neben den Papiertüten auch wiederverwendbare Kunststofftaschen zum Verkauf. Viele brächten ihre Taschen aber zum Einkauf mit, berichtet Šuker. „Manche ältere Menschen haben sogar noch Plastiktüten vom HL-Markt oder Tengelmann dabei“, fügt sie hinzu.

„Taschentausch“

Lefteris Apostolidis hat seine beiden gefüllten Stoffbeutel am linken und rechten Unterarm hängen, als er nach seinem Einkauf über die Frankenallee läuft. „Sie tun was Gutes mit dem Verbot“, sagt der 87-Jährige. Vor mehr als zwei Jahren habe er sich umgestellt. Nur die abgepackten Äpfel und die Birnen sind in Kunststoff gehüllt. Einen der sogenannten dünnen „Hemdchenbeutel“, die es weiterhin in der Obst- und Gemüseabteilung gibt, hat er genutzt, um seine Birnen nicht unverhüllt auf das Kassenband legen zu müssen.

Kundin Friederike, die einen großen Jutebeutel trägt und ihren Nachnamen für sich behalten möchte, sagt: „Ich finde es am besten, wenn jeder seine Taschen selbst mitbringt.“ Papiertüten seien trotzdem noch Müll. Für Obst und Gemüse schlägt die 27-Jährige Stoffnetze vor.

Mit ihrer gemeinnützigen GmbH „Lust auf besser leben“ hat Marlene Haas bereits vor rund fünf Jahren eine „Taschentausch-Aktion“ initiiert. „Kreislauf“ sei das Stichwort, sagt Haas. „Gebrauchte Taschen können an etwa 30 Stationen mit anderen geteilt werden“, fügt sie hinzu. Vor allem Läden in der Innenstadt, Bornheim und Bockenheim böten den Taschentausch an.

Dem Umweltdezernat geht der Tütenbann noch nicht weit genug. „Das Plastiktütenverbot ist nur ein weiterer kleiner Schritt“, betont Dezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Und sie ergänzt: „Schon wichtiger ist, dass nun auch fast alle Plastikflaschen mit einem Pfand belegt sind.“ Würden Supermärkte nur noch Mehrwegflaschen anbieten, sei das ein größerer Fortschritt bei der Eindämmung der „Plastikflut“.

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