Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

So soll das Familienbad in Bornheim im September 2023 aussehen.
+
So soll das Familienbad in Bornheim im September 2023 aussehen.

Freizeit

Frankfurt: Ersatz für Panoramabad - Neues „Familienbad Bornheim“ lockt mit Rutschen

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
    schließen

Das „Familienbad Bornheim“ soll das alte Frankfurter Panoramabad ab September 2023 ersetzen. Kein Außenbreich mehr, aber dafür mehr Rutschen.

  • Das Panoramabad in Frankfurt ist über 50 Jahre alt.
  • Nun soll ein neues Schwimmbad auf dem Gelände des Festplatzes in Frankfurt-Bornheim entstehen.
  • Das „Familienbad Bornheim“ soll deutlich funktionaler und moderner sein.

Frankfurt – Noch fehlt ein bisschen die Fantasie für das neue Projekt der Frankfurter Bäderbetriebe. Dort, wo jetzt noch Autos parken, sollen in zweieinhalb Jahren Kinder planschen, dort wo derzeit noch das VIP-Gebäude des Eishockeyclubs Löwen Frankfurt steht, soll eine Saunalandschaft entstehen. Statt des alten Panoramabads oben auf dem Bornheimer Hang will die Stadt ab Ende 2023 Besucher:innen in das „Familienbad Bornheim“ auf dem Festplatz am Ratsweg locken.

Frankfurt: Mehr Rutschen im neuen Familienbad

Das alte Panoramabad habe nach rund 50 Jahren „seine Lebenszeit überschritten“, begründete Sportdezernent Markus Frank (CDU) das Bauprojekt am Mittwoch am neuen Standort, also mitten auf dem Parkplatz. Anders als beim ebenfalls maroden Rebstockbad ist die Stadt aber in der komfortablen Situation, zunächst das neue Bad bauen zu können, bevor das andere geschlossen wird, wie Frank betonte: „Erst wenn im Familienbad das Wasser eingelassen ist, wird das Panoramabad abgerissen.“ Somit fällt keine zusätzliche Wasserfläche weg.

Ein Blick in das neue Bad.

Der neue Standort in Frankfurt sei verkehrstechnisch auch besser angeschlossen, die U-Bahn hält quasi vor der Eingangstür, von der Autobahn A661 ist es ein Katzensprung, auf dem Festplatz sollen den Schwimmbadbesucher:innen 120 Parkplätze zur Verfügung stehen. Zumindest, wenn keine Dippemess oder andere Großveranstaltungen auf dem Festplatz am Ratsweg sind.

Der alte Standort in der Inheidener Straße, an dem nach dem Abriss die städtische Baugesellschaft ABG Wohnungen bauen wird, soll dadurch verkehrstechnisch entlastet werden. Mit der Vermarktung des alten Grundstücks soll das neue, rund 40 Millionen Euro teure Bad, ein Stück weit finanziert werden. Bauherr des neuen Schwimmbads ist daher praktischerweise ein gewisser Frank Junker, von der eigens gegründeten Bäderbau GmbH, gleichzeitig ist Junker auch Geschäftsführer der ABG.

Frankfurt: Moderneres und funktionaleres Schwimmbad geplant

Alte und neue Badegäste dürfen sich am neuen Standort in Frankfurt auf ein deutlich moderneres und funktionaleres Schwimmbad freuen. Das werde so gebaut, wie es schon im Oktober 2019 im zuständigen Ortsbeirat vorgestellt worden war, versicherte Bauherr Junker. Das heißt aber auch, ohne den im alten Bad so beliebten Außenbereich. Das sei auf der knapp bemessenen Fläche aus Platzgründen nicht möglich gewesen, versicherte Bäderchef Boris Zielinski. Als schmaler Kompromiss lassen sich im Erlebnisbad auf etwa zehn Meter Breite die Fenster durch Schiebe-Elemente öffnen. Immerhin in Richtung Bornheimer Hang, was einen schöneren Ausblick bietet als in die andere Richtung, auf die Außenwände der Eissporthalle.

Familienbad

Der Baubeginn soll im Juli 2021 erfolgen, die Fertigstellung des Bades ist für September 2023 vorgesehen. Die Baukosten liegen bei 35 Millionen Euro netto.

Die Bruttogeschossfläche beträgt 9700 Quadratmeter, gut 30 Prozent mehr als im alten Panoramabad.

Die Effizienz des neuen Schwimmbads soll deutlich höher sein, weil Synergien mit der benachbarten Eissporthalle entstehen sollen. Die Stadt rechnet damit, 60 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen zu können. ote

Der Ausblick wird auch dadurch verschönert, dass sich Erlebnisbad, Kinderspielbereich und Sportbad mit Lehrschwimmbecken im ersten Obergeschoss befinden werden. Dadurch können auch keine Passant:innen von außen in das Bad hineinschauen. Da sich Erlebnisbad und Sportbad räumlich voneinander trennen lassen, muss das Bad auch nicht wie bislang an einem Tag in der Woche für den öffentlichen Besuch gesperrt werden, damit die Wasserfläche ausschließlich Vereinen vorbehalten bleibt.

Familien mit Kindern sollen im neuen Bad mehr Spaß haben als im alten. So soll es mindestens zwei, statt bisher einer Rutsche geben, der Bereich für Kinder ebenso deutlich größer sein und auch Saunagäste mehr Platz haben. Die Saunalandschaft entsteht im zweiten Stock. Das Erdgeschoss wird der Technik und einem administrativen Bereich vorbehalten bleiben, einen Keller wird das neue Schwimmbad nicht haben, was auch die relativ kurze Bauzeit erklärt.

Frankfurt: Bauherr zuversichtlich für Bau von „Familienbad Bornheim“

Sportdezernent Frank hofft, im Familienbad in Frankfurt mehr Badegäste begrüßen zu können als die jährlich 200.000 bis 250.000, die es am alten Standort gab. Die bei Schwimmbädern immer hohen Betriebskosten sollen durch Synergien mit der benachbarten Eissporthalle und regenerative Energien klein gehalten werden. Vorgesehen ist eine 510 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage mit 298 Modulen. Die Abwärme, die bei der Produktion der Eisfläche entsteht, soll zum Heizen des Badewassers genutzt werden, das Brauchwasser des Schwimmbads wiederum zur benachbarten Eisproduktion verwendet werden.

Noch ist die Baugenehmigung nicht erteilt, doch Bauherr Junker ist zuversichtlich. Derzeit laufen vorbereitende Maßnahmen. So entsteht gerade vor der Eissporthalle ein neuer VIP-Bereich für die Eishockeyfans. Auch ein halbes Dutzend Bäume auf dem Parkplatz wurden bereits gefällt. Die Bäume an der Allee selbst blieben unangetastet, versprach ein Mitarbeiter der Bäderbau GmbH. (Von Oliver Teutsch)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare