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Los ging’s am Roßmarkt.

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Frankfurt: Paar gewinnt erneut Stadtlauf

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Karl Hempel und Anna Herzberg lassen beim „Sportscheck Run“ und bei strömendem Regen die Wettbewerber hinter sich.

Sonntagmorgen auf dem Roßmarkt: Nervös tippeln ein paar Hundert Läufer auf der Stelle und warten auf das Startsignal. Um nicht zu frieren, haben einige noch ihre Trainingsjacken übergestreift. Beim „Sportscheck Run“, der laut Angaben des Veranstalters – einem Sportartikelhändler – auch den Titel „Stadtmeisterschaft von Frankfurt“ trägt, sind die Bedingungen nicht optimal.

Rund 1600 Sportler sind dabei, die in insgesamt vier Läufen von 600 Metern für die Kleinsten, über etwas mehr als einen Kilometer bis zu fünf und zehn Kilometerdistanzen starten. Kurz vor dem Start des Zehnkilometerlaufs setzt Regen ein, der auch in den folgenden Stunden nicht aufhören wird. Auf einem zweieinhalb Kilometer langen Rundkurs geht es viermal durch die Innenstadt, über die Hauptwache, vor dem Eschenheimer Tor rechts ab, über die Zeil zurück zum Roßmarkt.

Wenige Zuschauer haben sich an den Startpunkt verirrt. Ein Moderator animiert zum Anfeuern. Das übernehmen die Athleten dann teils auch selbst und klatschen sich warm. Kurz bevor das Startsignal ertönt und die Sportler mit Disconebel in die Innenstadt entlassen werden, folgt noch ein Tipp des Moderators: „Aufpassen und nicht auf dem Kopfsteinpflaster ausrutschen“, das rund um das Gutenberg-Denkmal verlegt ist. Dort stehen Pavillons von Werbepartnern. Unter einen haben sich vier Mitglieder einer Darmstädter Laufgruppe verzogen. Der andere Teil ihrer ein Dutzend großen Gruppe sei gerade über zehn Kilometer unterwegs, berichtet Heide Hoffmann. 

Nasse und frische Bedingungen

Das Quartett werde fünf Kilometer laufen, sagt ihre Sportkameradin Sabine Riemenschneider, die die Bedingungen „nass und frisch“ findet. „Ekelig“ sei es und koste Überwindung, sagt die 56-Jährige. „Wenn man schon läuft und es fängt an zu regnen, ist es nicht so schlimm“, sagt Annelie Daum. So sei es unangenehm, fügt die 63-Jährige hinzu. Um sich in Stimmung zu halten, hätten sie schon beim Aufwärmen für den ersten Lauf mitgemacht, berichtet ihr Mann Josef. „Wenn man andere sieht, spornt das an“, sagt der 65-Jährige. Daher habe sich die Gruppe erstmals für den Wettlauf angemeldet. Unter 30 Minuten hat sich Daum für die fünf Kilometer lange Strecke vorgenommen.

Etwas länger braucht der schnellste Läufer für zehn Kilometer. In 32:18 Minuten läuft Vorjahressieger Karl Hempel durchs Ziel am Roßmarkt. „Das ist krass“, entfährt es einer Zuschauerin. Hempel hatte im Vorjahr rund eine Minute länger gebraucht, als es „trockener und wärmer“ gewesen sei, wie der 33-Jährige schnaufend nach dem Zieleinlauf berichtet. Trotz der „regnerischen Bedingungen, eines neuen, engen, kurvenreichen Kurses und nassen Pflasters“ hat er seine Zeit verbessert. Seine direkten Konkurrenten hätten ihn getrieben, sagt der Bockenheimer, „deshalb habe ich ab der Hälfte das Tempo angezogen“.

Wenige Minuten später schließt er seine Partnerin in die Arme. In exakt derselben Zeit des Vorjahres von 36:47 Minuten ist Anna Herzberg als schnellste Läuferin im Ziel. Vor einem Jahr war auch sie schon Erste. „Ziemlich voll und trotzdem cool“, so beschreibt die 32-Jährige den Rennverlauf. Am Start sei trotz Regens gute Stimmung gewesen.

Das Paar startet für den Frankfurter Verein Spiridon und ist zum zweiten Mal bei dem Lauf dabei. Sie trainierten aber nicht auf der Laufstrecke über den Roßmarkt. Fit machen sie sich im Niddapark und im Grüngürtel.

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