Bauprojekt

Frankfurt: Ostbahnhof-Ausbaukommt nicht voran

Die Modernisierung des Frankfurter Ostbahnhofs braucht noch mehr Zeit. Der barrierefreie des Ausbau soll sogar erst 2024 beginnen.

Die Modernisierung des Ostbahnhofs zieht sich weiter hin. Nach Angaben der Deutschen Bahn kann mit dem zweiten Bauabschnitt, dem barrierefreien Ausbau der Station, frühestens 2024 begonnen werden. Das teilte eine Sprecherin der Bahn auf Anfrage der FR mit. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits in diesem Monat starten.

Der erste Bauabschnitt, in dem der Bahnhof am Danziger Platz modernisiert wurde, konnte bereits vor drei Jahren beendet werden. In der Bauzeit, die rund zweieinhalb Jahre dauerte, investierten die Stadt Frankfurt und die Bahn rund vier Millionen Euro. Die Bahnsteige an den Gleisen 3 und 4 inklusive der Überdachung wurden hergerichtet, Beleuchtung und Bahnsteigausstattung erneuert. Auch die Unterführung wurde damals komplett saniert, nicht mehr benötigte Infrastruktur zurückgebaut.

Für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs soll etwa ein Aufzug am Mittelbahnsteig Gleis 3/4 eingebaut werden, sagte die Bahnsprecherin. Dieser soll den Bahnsteig mit der Unterführung der VGF verbinden. Zusätzlich werden das Bahnsteigdach und die Beleuchtungsanlage bis zur Aufzugsanlage angepasst. Für eine bessere Orientierung für Seh- und Gehbehinderte werde das Wegeleitsystem erneuert.

Bis die Arbeiten beginnen, müsse zunächst noch ein komplettes Planfeststellungsverfahren durchlaufen werden. Auch sei derzeit noch nicht klar, wo genau der Aufzug installiert werden soll, sagte die Bahnsprecherin. Es gebe mehrere Varianten, um den Aufzug mit der Unterführung zu verbinden. Je nach Position entscheide sich, ob und in welchem Umfang der Bahnsteig verlängert werden müsse.

Die Verzögerungen seien vor allem durch geänderten Ausschreibungsbedingungen entstanden. Die Unterlagen für die Planung müssten immer detaillierter ausgearbeitet werden. Zudem untersuche die Bahn anstatt der ursprünglich geplanten vier nun sechs Varianten für die bauliche Anpassung der Station, so die Sprecherin. „Auch das geht mit einem höheren zeitlichen Aufwand einher.“

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