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Stadtentwicklung

Politiker stehen Vereinen in Frankfurt bei

  • Judith Köneke
    VonJudith Köneke
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Der Ortsbeirat 5 spricht sich gegen die EZB-Europaschule auf der Sportanlage Mainwasen aus.

Es ist immer noch ein großer Aufreger im Süden Frankfurts. Die Fußballplätze an der Gerbermühlstraße sind als möglicher Standort für die Europäische Schule im Gespräch – die FR hatte berichtet. Die Zukunft der Vereine, die um ihre Existenz bangen, waren auch Thema in der Sitzung des Ortsbeirates 5 am Freitag. Die CDU-Fraktion und die Linke hatten dazu kurzfristig zwei Anträge formuliert. „Wir freuen uns, dass Sie uns unterstützen wollen“, sagte Maurice Skowronek, Vorstand im SV 1894 Sachsenhausen. Die Stadt sei nun auch auf sie zugekommen und habe ein Gespräch angeboten. Hatten sie doch zuvor nur aus der Zeitung von den Plänen erfahren.

Er berichtete von dem Gelände, dass sich der Verein mit der VfL Germania 1894 teilt und auf dem rund 700 Mitglieder trainieren, davon mehr als 20 Jugendmannschaften. Außerdem leisteten sie viel Integrations- und Inklusionsarbeit. Die Sportplätze seien vormittags frei, Schulen könnten sie nutzen und täten dies bereits.

„Wir als Ortsbeirat können alleine nichts verhindern“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Martin-Benedikt Schäfer, der eine der Tischvorlagen verfasst hatte. Aber man werde nochmal auf das Wirken der Vereine hinweisen. Die Partei bitte die Stadt, die Sportanlage Mainwasen zu erhalten. „Der Wegfall wäre ein herber Verlust für den gesamten Frankfurter Süden.“

„Die Arbeit der Vereine darf nicht darunter leiden, dass die EZB eine neue Schule braucht“, sagte Knut Dörfel (Linke), der den anderen Antrag verfasst hatte. Der Ortsbeirat erwarte vom Magistrat, dass die Belange und die Zukunft der betroffenen Vereine ebenfalls höchsten Stellenwert hätten, heißt es darin. Die Vereine leisteten hervorragende pädagogische Arbeit und Jugendarbeit. „Darum muss sichergestellt werden, dass dafür auch in Zukunft absolut gleichwertige Rahmenbedingungen garantiert werden.“

Die Stadt sei der EZB gegenüber vertraglich verpflichtet, bis 2025 eine Europäische Schule in bestimmtem Volumen aufzubauen, sagte Stadtverordnete Ursula auf der Heide (Grüne). „Das ist übermorgen.“ Die Stadt schaue sich in ganz Frankfurt um. Auf der Heide sieht beim Mainwasen-Gebiet zwei große Hürden: zum einen die Vereine, zum anderen befinde sich das Gebiet im Grüngürtel. Der Oberräder Kinderbeauftragte Roland Limberg schlug das Gelände der EZB vor. „Das ist doch groß genug.“

Der Ortsbeirat 5 sprach sich zwar geschlossen gegen den Bau der Europäische Schule aus, schob die Anträge aber auf die nächste Sitzung. Die FDP will sich noch genauer damit beschäftigen.

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