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Frankfurt: Ortsbeiräte wünschen sich mehr Grüngleise

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Der Magistrat veröffentlicht eine Liste, wo Grüngleise möglich sind. Das weckt Begehrlichkeiten bei den Ortsbeiräten.

In Frankfurt könnten mehr Gleise verlegt werden, die unter anderem mit Gras begrünt sind. Das geht aus einem Magistratsbericht hervor. Falls bautechnisch und stadtökologisch möglich, werde „ein grünes Gleis realisiert“, teilte der Magistrat auf Antrag der „Frankfurter“-Fraktion mit. Möglich sei das an zehn Straßenbahn- und drei U-Bahn-Strecken. Bei den U-Bahnen könnten die Gleise zwischen Industriehof und Heerstraße/Hausen grün werden, zwischen Marbachweg und Preungesheim und zwischen Johanna-Tesch-Platz und Enkheim. Bei den Straßenbahnen wären Grüngleise auf der Mörfelder Landstraße zwischen Breslauer Straße und Stresemannallee möglich; außerdem zwischen Stresemannallee und Louisa. In der Offenbacher Landstraße zwischen Im Eichlehen und Stadtgrenze Offenbach, zwischen Bahnhof Niederrad und Kiesschneise. Hinzu kommen könnten Grüngleise zwischen Vogelweidstraße und Blutspendedienst.

In der Mainzer Landstraße gebe es die Möglichkeit zwischen Mönchhofstraße und Ludwig-Scriba-Straße; außerdem in der Saalburgallee, in der Wittelsbacherallee, in der Hanauer Landstraße zwischen Riederhöfe und Hugo-Junkers-Schleife sowie am Mainufer in Fechenheim. Eine Begrünung der Gleise hatten die Grünen im Römer schon im Sommer gefordert. „Rasengleise sehen nicht nur besser aus, sie haben auch einen nachhaltigen Klimaeffekt, da sie Wasser speichern und die Aufheizung verringern“, sagte Wolfgang Siefert, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Auch filterten sie Feinstaub und wirkten geräuschmindernd.

Ähnlich sehen das zahlreiche Ortsbeiräte. Der Ortsbeirat 2 wünscht eine Begrünung der Gleise entlang der Schloßstraße. Die „Frankfurter“-Fraktion setzt sich für eine Begrünung der Gleise auf der Saalburg- und Wittelsbacherallee ein; der Ortsbeirat 9 möchte grüne Dächer für Bushaltestellen, bewachsen mit Mauerpfeffer. „Grüngleise wirken sich positiv auf Stadtklima und -architektur sowie die Schallemission aus und können Insekten Lebensraum bieten“, sagte VGF-Sprecherin Karola Brack. Doch die Begrünung habe ihren Preis. Rasengleise kosteten rund 1000 Euro pro laufenden Meter mehr.

Erfahrungen mit Grüngleisen habe die VGF auf dem Riedberg, in Richtung Frankfurter Bogen, auf der Leonardo-da-Vinci-Allee, in der Stresemannallee, an der Messe, am Hessendenkmal und in Niederrad gesammelt. Bei bevorstehenden Arbeiten werde die Begrünung geprüft.

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