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Frankfurt schafft einen Rückzugsraum für Wohnungslose unter Corona-Verdacht. 

Obdachlosigkeit

Frankfurt öffnet ein Hotel für Wohnungslose

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Die Stadt Frankfurt öffnet ab 1. April ein Hotel für Obdachlose oder Geflüchtete unter Corona-Verdacht. In kleinen Apartments sollen die Menschen sich in Ruhe isolieren können.

Rückzugsraum für Wohnungslose unter Corona-Verdacht: Die Stadt Frankfurt nimmt zum 1. April in einem Hotel in Innenstadtnähe eine neue Einrichtung in Betrieb, in der Wohnungslose aus Notunterkünften, Geflüchtete oder obdachlose Menschen unterkommen können, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus besteht. „Es ist eine Apartment-Struktur, das heißt die Leute können selber kochen und haben ein eigenes Bad“, sagte Manuela Skotnik, die Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU), der Frankfurter Rundschau. Die Betreuung der Menschen übernehme das Deutsche Rote Kreuz.

Wie Skotnik weiter sagte, starte die Einrichtung zunächst mit vier Zimmern, es gebe bei Bedarf aber Kapazitäten von bis zu 55 Zimmern. Das Hotel liege unweit der Innenstadt, wolle aber nicht namentlich genannt werden. Die neue Einrichtung sei eine erste Lösung, damit es erst einmal ein derartiges Angebot gebe, sagte Skotnik. „Wir gucken jetzt nochmal separat für Obdachlose und Drogenabhängige weiter.“

Die Diakonie Hessen teilte unterdessen mit, 70 000 Euro Soforthilfe für wohnungslose Menschen zur Verfügung zu stellen. Das Geld stamme aus Spenden und solle über die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe verteilt werden, hieß es. Menschen ohne eigene Wohnung seien von der Corona-Krise besonders betroffen und „existenziell auf Hilfe und Unterstützung angewiesen“, sagte Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. Gerade auf der Straße lebende Menschen könnten aktuell weder durch Betteln noch durch Flaschensammeln Geld verdienen, viele Einrichtungen müssten ihr Angebot einschränken, sagte Tag. 

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