Oberrad

Gegen Gemüsediebe in Oberrad

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In Frankfurt-Oberrad einigt sich der Ortsbeirat auf einen Feldschütz gegen Gemüsediebe.

Ein ehrenamtlicher Feldschütz soll künftig in Oberrad nach dem Rechten sehen. Das fordert der Ortsbeirat 5. Das Gremium verabschiedete dazu einen Antrag der CDU (wir berichteten). Die Gärtner hatten sich immer wieder über Diebstahl, Vandalismus, Menschen, die nicht auf den Wegen bleiben, und frei laufende Hunde beschwert. „Dass den Erwerbsgärtnereien bei der Ausübung ihrer Tätigkeit das Leben schwer gemacht wird, ist uns schon länger ein Dorn im Auge“, sagt Ortsvorsteher Christian Becker, der auch Vorsitzender der CDU Oberrad ist.

Die Christdemokraten versprechen sich von der Kontrollfunktion eines Feldschützes eine deutliche Verbesserung der Situation, teilen sie mit. Die Stadt hatte den Vorschlag schon einmal abgelehnt. Zur Begründung hieß es, dass die Stadtpolizei zu viel zu tun habe.

Becker war der Meinung, dass man dann nach Alternativen Ausschau halten müsse. Susanne Reichert, Sprecherin der CDU Oberrad, fand heraus, dass es nicht unüblich sei, eine solche Funktion ehrenamtlich zu besetzen. „In einigen Gemeinden ist das schon lange Usus“, berichtet sie. Meist werde diese Aufgabe von Rentnern, Jägern oder Landwirten übernommen. Angebunden sei der ‚Naturpolizist‘ in der Regel an die Gemeinde- oder Stadtverwaltung oder an das Umweltamt.

Die CDU weist darauf hin, dass man das frische Oberräder Gemüse ja nicht von den Feldern klauen, sondern auch ganz legal auf dem Oberräder Wochenmarkt kaufen könne. Diesen Hinweis liest man jetzt auf den Schildern der Gärtnerei Jung, die Thomas und Angela Jung auf ihren Feldern in Oberrad platziert haben. Im Zweifelsfall scheue man auch nicht davor zurück, die Polizei zu rufen.

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