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AWO-Skandal in Frankfurt: OB Feldmann zeigt zu wenig Willen zur Aufklärung

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Von: Christoph Manus

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Frankfurts OB Peter Feldmann (SPD) verteidigt in der AWO-Affäre seine Frau. Auf die konkreten Vorwürfe geht er aber nicht ein.
Frankfurts OB Peter Feldmann (SPD) verteidigt in der AWO-Affäre seine Frau. Auf die konkreten Vorwürfe geht er aber nicht ein. © Renate Hoyer

In der AWO-Affäre hat Frankfurts OB Peter Feldmann einst Transparenz versprochen. Dass er diese bisher schuldig blieb, schadet der Koalition und seiner Partei. Ein Kommentar.

Von völlig neuer Qualität sind die Vorwürfe nicht, nach denen die Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) als Hospitantin bei der AWO vor Jahren ein ungewöhnlich hohes Entgelt erhalten haben soll. Schon lange ist etwa bekannt, dass Zübeyde Feldmann als Leiterin einer Kita in Frankfurt ein Gehalt bezog, das angesichts ihrer damaligen Berufserfahrung hoch erscheint. Neue Hinweise auf die entscheidende Frage, ob der Oberbürgermeister Einfluss auf die Anstellung seiner Frau bei der AWO und deren Bezahlung genommen hat, liefern die neuen Vorwürfe aber nicht.

Die Art und Weise, wie der Frankfurter Oberbürgermeister mit diesen und früheren Vorwürfen gegen seine Frau und ihn in der AWO-Affäre umgeht, bleibt ein großes Ärgernis. Vor langer Zeit hat Feldmann eine Transparenzoffensive versprochen. Er hätte die Möglichkeit gehabt, von sich aus alle Fragen zu den Vorwürfen gegen sich und seine Frau zu beantworten. Dass er das versäumt hat und keine Bereitschaft zeigt, diesen Kurs zu ändern, ist auch nicht klug. Denn so bleibt Feldmann eine Belastung für die neue Koalition und für seine Partei. (Christoph Manus)

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