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Frankfurt: Novavax soll Impfzahlen heben

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Von: Steven Micksch

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Das Impfzentrum an der Frankfurter Messe bietet das neue Vakzin auf Proteinbasis an. Die Stadt hofft, dass die Zahl der Impfungen dadurch wieder ansteigt.

Ab dem 1. März wird auch im Frankfurter Impfzentrum in der Messehalle 1.2 der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax angeboten. Das neue Vakzin ist nach Terminvereinbarung für Menschen ab 18 Jahren verfügbar.

Die Stadt hofft, dass mit Nuvaxovid die Impfbemühungen nochmals neuen Schwung erhalten werden. Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) sagt: „Mit Nuvaxovid haben wir nun einen Impfstoff für all diejenigen, die mehr auf altbewährte Impfstofftechnologien vertrauen.“ Die neue Facette im Wirkstoffangebot soll also jene zum Immunisieren bewegen, die bisher auf eine Impfung verzichteten, weil sie den mRNA-Impfstoffen misstrauten.

Wenn man den Aussagen einiger Teilnehmender auf den samstäglichen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen glauben möchte, könnte der neue Wirkstoff die stark zurückgegangenen Impfzahlen wieder etwas nach heben. Im Impfzentrum an der Messe waren im Februar meistens nur noch 500 Impfungen pro Tag erfolgt – obwohl eine Kapazität von gut 3500 möglich wäre.

Auf den Demos war anfangs häufiger zu hören, dass man warte, bis es einen Totimpfstoff gebe. Nuvaxovid ist im weitesten Sinne so ein Präparat. Der proteinbasierte Impfstoff enthält unter anderem das gentechnisch hergestellte Spike-Protein des Coronavirus Sars-CoV-2. Die sich bildenden Abwehrstoffe können dann bei einer Infektion mit Corona, schneller auf das Virus reagieren. Tritt die Hoffnung der Stadt ein, dass sich zögernde Menschen nun impfen lassen, müsste sich die Zahl der Erstimpfungen erhöhen.

Auch bei diesem Vakzin ist für einen vollständigen Schutz eine zweite Impfung nötig, die frühestens drei Wochen nach der ersten erfolgen sollte.

Primär sollen Beschäftigte in Bereichen, in denen ab Mitte März die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt, versorgt werden. Aber bei ausreichender Impfstoffmenge werde das Vakzin auch anderen Menschen angeboten, heißt es von der Stadt. Über die ab Dienstag zur Verfügung stehende Impfstoffmenge machte das Gesundheitsamt bis zum Redaktionsschluss am Montag keine Aussage.

Termine für die mRNA-Wirkstoffe sowie für den Proteinimpfstoff gibt es täglich zwischen 7 und 21 Uhr. Der Buchungslink ist auf der städtischen Internetseite frankfurt.de/coronaimpfung zu finden.

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