Hilfsaktion

Frankfurt: Notquartier für Obdachlose öffnet für den Winter

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Die Stadt Frankfurt startet wieder ihre Winteraktion für obdachlose Menschen. Ab November öffnet die Notübernachtung am Eschenheimer Tor.

Obwohl die Temperaturen noch relativ mild sind, bereitet die Stadt Frankfurt bereits ihre diesjährige Winterhilfsaktion für obdachlose Menschen vor. Wie Manuela Skotnik, Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU), der Frankfurter Rundschau auf Anfrage sagte, soll die Notübernachtung am Eschenheimer Tor in diesem Winter ab dem 1. November geöffnet sein. Bereits ab kommender Woche soll der „Kältebus“ des stadtnahen Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten wieder jede Nacht auf den Straßen unterwegs sein, um heiße Getränke und Schlafsäcke zu verteilen und obdachlose Menschen auf Wunsch in eine Notunterkunft zu fahren.

Die Notübernachtung am Eschenheimer Tor ist ein zentraler Baustein des Winterprogramms. Im November vergangenen Jahres war die neue Einrichtung – ein mit Wänden abgetrennter Bereich in der B-Ebene der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor – in Betrieb genommen worden, davor war die Notübernachtung 20 Jahre an der Hauptwache untergebracht. Zwischen 22 und 6 Uhr können Obdachlose dort im Warmen auf dem Fußboden übernachten, danach werden noch bis 10 Uhr Kaffee, Tee und Brötchen an die Schlafgäste verteilt.

Wie Skotnik sagte, will die Stadt in diesem Jahr sogenannte Klientenausweise einführen, um mehr über die Nutzung der Notübernachtung zu erfahren. Die Obdachlosen müssen dabei einen Namen angeben, der auch ein Pseudonym sein kann. Das System habe sich im Nachtcafé für Drogenabhängige im Bahnhofsviertel bewährt, so Skotnik. Zudem sollen die Obdachlosen bessere Schlafmatten erhalten. 

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