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Frankfurt: Notfallfonds für Kulturschaffende

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Von: Florian Leclerc

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Auch im Papageno-Theater gilt 2G-Plus. Foto: Michael Schick
Auch im Papageno-Theater gilt 2G-Plus. © Michael Schick

Das Kulturdezernat in Frankfurt will den Kultur-Notfallfonds wieder aufleben lassen. Es spricht mit Stiftungen und bittet Bürgerinnen und Bürger um Spenden.

In Frankfurt bittet das Kulturdezernat um Spenden für den Kultur-Notfallfonds, der Kulturschaffende in Krisenzeiten unterstützt. Derzeit führe Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) Gespräche mit Stiftungen, sagte Sprecherin Jana Kremin. Auch das Engagement aus der Bürgerschaft sei enorm wichtig:

Der Notfallfonds wurde mit dem Lockdown im März 2020 eingeführt. Damals wurde deutlich, dass eine Vielzahl der Antragstellenden aus der Kulturszene durch das Raster der Soforthilfemaßnahmen von Land und Bund fielen. Das Kulturdezernat stellte 200 000 Euro bereit, die von Spenderinnen und Spendern auf 400 000 Euro erhöht wurden.

Großspenden kamen von der Crespo Foundation, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Stiftung Giersch, Nikolaus Hensel, dem Frankfurter Patronatsverein für die Städtischen Bühnen und dem Verein Grie Soß United. 250 Antragstellende aus den Sparten der Bildenden Kunst, Musik, Theater, Fotografie, Literatur wurden unterstützt.

Freie Szene fördern

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Sommer wurde klar, dass der Notfallfonds auch 2021 gebraucht wurde. Insgesamt 315 000 Euro kamen zusammen. Die Summe wurde an 350 Künstler:innen ausgezahlt.

Derzeit sind Kulturveranstaltungen im Hotspot-Gebiet Frankfurt in Innenräumen unter Einhaltung der 2G-Plus-Regeln möglich. Das gilt für die Museen, das Schauspiel, die Oper, die Alte Oper und alle weiteren Kultureinrichtungen. Tickets werden für die Hälfte der vorhandenen Plätze verkauft, die Belegung erfolgt im Schachbrettmuster. Diskotheken sind geschlossen. Für Veranstaltungen im Freien gilt die 2G-Regelung.

„Ein Ende der Pandemie ist leider nicht in Sicht, und so haben wir aufgrund der hohen Nachfrage von Seiten Frankfurter Kulturschaffender entschieden, den Notfallfonds weiterzuführen“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Die Unterstützung der Kulturszene in Krisenzeiten sei auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben.

Dort ist eine Erhöhung der Förderung für die freie Kulturszene um jährlich eine halbe Million Euro von 2022 bis 2026, also 2,5 Millionen Euro festgehalten. Außerdem ein Post-Corona-Fonds in Höhe von 30 Millionen Euro für Einzelhandel, Kultur und Gastronomie in der Innenstadt und in den Stadtteilen.

Infos zum Spenden und zu den Anträgen für Kulturschaffende unter: kultur-frankfurt.de/ffm-notfallfonds

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