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Die Linke im Römer befürchtet, dass für das Innovationsquartier mehr Bäume gefällt werden müssen als von der Stadt behaupt wird.

Nordend

Frankfurt-Nordend: Linke kritisiert Stadtrat Mike Josef

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Der Planungsdezernent versucht nach Ansicht der Römer-Fraktion der Linken, die ökologischen Folgen für das Innovationsquartier herunterzuspielen.

Dass beim Bau des Innovationsquartiers nur sieben erhaltenswerte Bäume gefällt werden müssen, bezeichnet Die Linke im Römer als „abwegig“. Das Areal am Günthersburgpark trage nicht umsonst den Namen Grüne Lunge, sagt Michael Müller, Sprecher der Stadtteilgruppe Die Linke im Nordend: „Es stellt eine wichtige Grünfläche mit altem und seltenem Baum- und Pflanzenbestand dar.“

Stadtrat Mike Josef (SPD) hatte vor kurzem mitgeteilt, dass in dem umstrittenen Neubaugebiet nur 38 als wertvoll eingestufte Bäume stünden, von denen sieben weichen müssten (die FR berichtete).

Linke: „absurde Behauptungen“

Der Planungsdezernent versuche durch die Aussage, die ökologischen Folgen herunterzuspielen, sagt Müller. Der geplanten Bebauung fielen „deutlich mehr als nur sieben Bäume zum Opfer“ – dazu weitere Pflanzenarten. „Die Funktion des gesamten Gebietes als stadtnahe Grünfläche würde verlorengehen.“

Es sei ein schwaches Ablenkungsmanöver Josefs, mit „absurden Behauptungen“ eine höhere Akzeptanz für die umstrittene Bebauung zu schaffen, sagt Müller. Der Planungsdezernent ignoriere mit seiner Aussage den jahrelangen Protest gegen die Bebauung und mache deutlich, dass er an einem Austausch mit der Bürgerinitiative „Grüne Lunge“ kein Interesse habe.

Auch die BI „Grüne Lunge“ hatte der Mitteilung des Stadtrats bereits widersprochen. 

bos

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