Preungesheim

Frankfurt-Nord: Räume schaffen

Der Ortsbeirat 10 fordert die Stadt auf, im Areal Gießener, Ecke Weinstraße eine Arztpraxis einzuplanen. Im Ortsbezirk gibt es zu wenige Mediziner.

Von Andreas Haupt

An der Grenze von Eckenheim und Preungesheim sollen Räume für eine Arztpraxis entstehen. Das fordert der Ortsbeirat 10. Ohne einen attraktiven Standort und geeignete Räume sei es schwer, Ärzte anzulocken, begründet FDP-Fraktionschef Julian Langner seinen Vorstoß, dem das Stadtteilparlament einstimmig folgt.

Für das Areal an der Kreuzung von Gießener und Weinstraße will die Stadt ohnehin einen Bebauungsplan aufstellen. Neben kleineren Häusern sollen dort zwei dreistöckige Gebäude entstehen. In einem davon sollen die Stadtplaner Räume für eine Gemeinschaftspraxis vorhalten.

Junge Ärzte machen sich lieber in Gemeinschaftspraxen selbstständig als alleine, sagt Langner. Geeignete Räume dafür gebe es im Ortsbezirk 10 nicht, findet Langner. Umso attraktiver sei die Lage an der Gießener Straße. Zwischen Eckenheim und Preungesheim, auch von Berkersheim und dem Frankfurter Berg aus gut zu erreichen – sowohl mit Auto als auch mit der Bahn.

„So können die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sich wieder Hausärzte in dem unterversorgten Gebiet niederlassen“, sagt Langner. Und der Ortsbezirk – das sagt sogar die Kassenärztliche Vereinigung (KV) – sei einer der am schlechtesten mit Ärzten versorgten der Stadt. Schon gar nicht mit jungen Ärzten, darum sei absehbar, dass die Stadtteile bald ganz ohne Arzt dastünden.

Die KV betrachtet Frankfurt als Ganzes, als einen Bezirk – und der ist dem Verband zufolge überversorgt. Die Ärzte ziehe es vor allem in die Innenstadt, weil sie sich dort mehr Patienten versprechen, sagt Langner. Also müsse man attraktive Praxisstandorte außerhalb schaffen.

Die KV würde das begrüßen. „Wir haben unsere Beratungs-Abteilung ausgebaut. Dort können wir Ärzten, die sich selbstständig machen möchten, solche Standorte natürlich gerne nennen“, sagt KV-Sprecher Karl Roth.

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