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„Please wait here to be seated! Terrasse ohne Nachweis! Innen bitte Nachweis bereit halten (Testnachweis, Impfausweis, Infektionsb.“) steht auf einem Schild an einem Restaurant in Frankfurt.
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„Please wait here to be seated! Terrasse ohne Nachweis! Innen bitte Nachweis bereit halten (Testnachweis, Impfausweis, Infektionsb.“) steht auf einem Schild an einem Restaurant in Frankfurt.

Nach dem Lockdown

Corona-Lockerungen in Frankfurt: Kampagne für Handel, Hotels und Gastronomie startet

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Noch zögern die Menschen, die Corona-Lockerungen in Frankfurt wahrzunehmen. Eine Kampagne soll nun mehr Menschen in die Stadt locken.

Frankfurt - Wenn das kein Neustart ist. Trevor, der Plüschlöwe, das Maskottchen der Frankfurter Eishockey-Löwen, tigert aufgeregt auf dem Römerberg hin und her. So viele spannende Personen aus Handel, Politik und Medienlandschaft der Stadt sind dort am Montagmittag, 7. Juni, zu entdecken, er weiß gar nicht, wen er zuerst begrüßen soll. „Heute ist ein guter Tag“, sagt dazu Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank.

Nicht nur, weil der Löwe so knuffig aussieht. Auch nicht, weil eine ganze Reihe von Hochzeitsgesellschaften nach und nach aus dem Römer tritt. Sondern weil Stadt, Handel, Medienlandschaft und etliche Partnerinnen und Partner die Kampagne „Frankfurt Restart“ eröffnen. Vor einem großen gelben Plakat. Die Stadt befinde sich auf dem Weg zurück in die neue Normalität, sagt Frank. Das gelte es, allen mitzuteilen.

Corona-Lockerungen in Frankfurt: Menschen zögern noch

Denn noch zögern die Menschen, nach den Lockerungen die Stadt zu bevölkern, die Corona-Pandemie scheint nicht ausgestanden, der Saxofonspieler in der B-Ebene der Hauptwache tutet missmutig gegen recht viel Hall in der Halle an. Also braucht es eine Kampagne, eine konzertierte Werbeaktion. Und weil es schnell gehen soll, gestaltet die Stadt einfach eine vorhandene Aktion um: „Frankfurt am Start.“ Darin bewirbt die Stadt schon länger, was alles für „tolle Unternehmen“, wie Frank erklärt, in der Innenstadt und den Stadtteilen zu finden sind.

Auftakt der Kampagne „Frankfurt Restart“ auf dem Frankfurter Römerberg.

So stellt Werbeflächenvermarkter Ströer für das gelbe Plakat Flächen kostenfrei zur Verfügung. Die Zeitungen, FR, FNP und FAZ, und die Journale der Stadt ziehen mit, verteilen das Pamphlet als Beilage unter der Leserschaft. Geschäfte und Lokale können das Motiv ausstellen, werden Teil der Kampagne. Bürgerinnen und Bürger können sich mit Plakat in ihren Lieblingslokalen oder Geschäften ablichten und das in den Sozialen Medien dokumentieren.

Corona-Lockerungen in Frankfurt: Menschen sollen die Öffnungen sehen

Der Frankfurter Neustart soll in beide Richtungen strahlen: Die Menschen sollen sehen, die Geschäfte und Lokale haben wieder geöffnet. Die Unternehmerinnen und Unternehmer sollen sehen: Die Kundinnen und Kunden kehren zurück. Bei einer Passantenfrequenzanalyse für die Zeil (Mitte) hat die Wirtschaftsförderung die durchschnittliche Frequenz pro Stunde zu üblichen Einzelhandelszeiten gemessen. Von einem deutlichen Einbruch der Anzahl der Passanten ab November 2020 spricht Geschäftsführer Oliver Schwebel, also ab Beginn des sogenannten Lockdowns Light.

Von dem habe sich die Wirtschaft bis heute nicht erholt. „Wir brauchen viel mehr Menschen in der Stadt.“ Denn auch künftig soll Frankfurt „tolle Geschäfte“ bieten können, die Menschen sollen „gut essen“ gehen können.

Dafür soll die Kampagne „Vertrauen“ schaffen, sagt Stadtrat Markus Frank. „Wir wollen die Herzen der Menschen erreichen“, sie sollten sich willkommen fühlen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer sollen gleichermaßen wieder Vertrauen fassen, in die Kaufkraft der Kundschaft, sie sollen wieder ins Risiko gehen, Ware bestellen. In die Stadt zu gehen, sei auch eine „soziale Angelegenheit“, meint Frank. „Menschen lieben es, sich zu treffen, zu kommunizieren, unterwegs zu sein.“ Etwas zu erleben, das Frank das „Innenstadt-Gefühl“ nennt. Gegen Einkaufsgutscheine, um das zu forcieren, spreche, so Frank, dass die Kampagne schnell umzusetzen sein sollte. Später soll es dann noch Gutscheinaktionen mit dem Zoo und den Museen geben.

Mehr Informationen gibt es unter: www.frankfurt-am-start.de.

Corona-Lockerungen in Frankfurt: Peter Feldmann freut sich auf Feierabend-Bier im Lokal

OB Peter Feldmann freut sich schon auf ein Feierabend-Bier oder Apfelwein im Lokal. Als er vor zwei Wochen zu Gast in Bad Homburg gewesen sei, habe er gemerkt, wie befreiend es sei, einkehren zu können. In ein Lokal. Und etwas zu essen und zu trinken zu bekommen. Er habe sich zwicken müssen, um zu sehen, ob die Szene real sei.

„Es ist ein Gefühl, wie aus einem Gefängnis zurück in die Freiheit zu kommen“, erzählt er. Nur übertreiben sollten es die Frankfurterinnen und Frankfurter mit der Freiheit nicht. Feldmann erinnert an den Vorsommer, an Gelage auf dem Opernplatz. Oder Aggressionen gegen Polizeistreifen auf der Zeil. Das möge sich bitte nicht wiederholen, mahnt das Stadtoberhaupt. (George Grodensksy)

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