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Carlo Enk sorgt sich um die Sicherheit der Fußgänger. 

Frankfurt-Westend

Frankfurt: In nur neun Sekunden die Straße überqueren

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Petition will Fußgängerweg über Eschersheimer Landstraße verbessern. Eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt.

Mit seinen 43 Jahren ist Carlo Enk im besten Alter. Das Laufen bereitet ihm keine Probleme. Trotzdem schaffe er es bei normalem Schritttempo kaum, die Eschersheimer Landstraße während der Grünphasen der Fußgängerampeln zu überqueren. „Die Ampel an der Kreuzung mit der Fürstenbergerstraße zeigt neun Sekunden grün.“

Enk macht sich Sorgen um Senioren und Schulkinder, die eine der Hauptverkehrsadern in Frankfurt überqueren müssen. Regelmäßig habe er beobachtet, dass die Lichtsignalanlage auf Rot springe, wenn Fußgänger erst einen Teil der zurückzulegenden Strecke geschafft hätten und die wartenden Autos schon wieder losführen. Der 43-Jährige will solche gefährlichen Situationen künftig ausschließen können. Deshalb hat er auf der Plattform „Frankfurt fragt mich“ eine Petition eingestellt. 122 Unterstützer haben sie bereits unterzeichnet.

„Ich fordere hiermit, die Grünphasen für die Fußgängerampeln deutlich zu verlängern, um Schulkindern und auch älteren Mitmenschen ein sicheres Überqueren der Eschersheimer Landstraße zu ermöglichen!“, heißt es in der Petition. Angepasst werden müssten die Grünphasen an den Kreuzungen Wolfsgangstraße, Fürstenbergerstraße und Hansaallee.

Der 43-Jährige wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern, die die Engelbert-Humperdinck-Schule in der Wolfsgangstraße besuchen, im Westend. Damit sich der Magistrat der Sache annimmt, müssen 200 Unterstützer die Petition unterzeichnet haben. „Das ist eine ganze Menge“, sagt Enk. Er hat schon Flyer verteilt und aufgehängt, um für sein Anliegen zu werben.

Nach Angaben von Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) gebe es regelmäßig Hinweise mit vergleichbarer Stoßrichtung. Die Straßenverkehrsbehörde antworte stets: „Wenn die Ampel auf Rot springt, dauert es einige Sekunden, bis das Signal für Autofahrer schließlich Grün zeigt. Zum Überqueren der Straße bleibt also noch Zeit.“

Ampelschaltungen sind laut Ingmar Bolle von der Straßenverkehrsbehörde Kompromisse. Zwischen allen Verkehrsbeziehungen und Verkehrsarten müsse der bestmögliche Kompromiss gefunden werden. Die Eschersheimer sei eine der Hauptverkehrsachsen für den Kraftfahrzeugverkehr, Ampeln entlang der Achse würden von einem Verkehrsrechner koordiniert gesteuert – da stünde querender Verkehr grundsätzlich erst einmal hintenan, so Bolle.

Das System Ampel sei eine Folge der Massenmotorisierung und diene der Vermeidung von Gefahren zwischen Kraftfahrzeugen und vor allem dem Schutz des Fuß- und Radverkehrs vor Kraftfahrzeugen – und umgekehrt, um den Kraftfahrzeugverkehr möglichst „ungestört“ abwickeln zu können. Das sind eindeutige Worte, doch Kaufmann bietet trotzdem an, sich der Sache anzunehmen.

Das gilt nicht für Enks zweites Anliegen. Er macht sich nachts für eine Beleuchtung der Hauptwege im Grüneburgpark stark. „Das lehnt der Ortsbeirat ab, damit Natur und Tiere im Park auch mal zur Ruhe kommen können“, sagt Kaufmann. Eindeutig ist dazu auch die Aussage von Simone Jacob, Sprecherin des Grünflächenamtes: „Flächen in Grünanlagen werden nicht beleuchtet, außer es handelt sich um einen ausgewiesenen Schulweg.“

Es sei nicht sein Interesse, den ganzen Park zu illuminieren, erklärt Enk. Ihm gehe es nur um die Hauptwege. Mit moderner Lichttechnik sei heutzutage eine gedämpfte Beleuchtung möglich.

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