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Das Studentenwohnheim an der Ginnheimer Landstraße soll zum kommenden Wintersemester fertig sein.  

Wohnen

Frankfurt: Neues Wohnheim wird später fertig

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297 Zimmer für Studierende entstehen an der Frankfurter Sportuni. Sie werden aber erst zum Wintersemester 2020/2021 bezogen werden können.

Das neue Studentenwohnheim, das in Nähe der Sportuni an der Ginnheimer Landstraße entsteht, wird später fertig als zunächst geplant. Beim Richtfest des vom Frankfurter Architekten Ferdinand Heide entworfenen Gebäudekomplexes war am Freitag von einer Fertigstellung zum Wintersemester 2020/2021 die Rede. Noch im August hatte es geheißen, das Wohnheim könne im Frühjahr 2020 bezogen werden.

297 Studierende werden in den jeweils 20 Quadratmeter großen Apartments mit eigenem Duschbad und Küchenzeile wohnen. Sie können zudem Gemeinschafts-, Fitness- und Waschmaschinenräume nutzen. Die Miete soll inklusive aller Nebenkosten 350 Euro im Monat kosten.

„Jeder zusätzlich geschaffene Wohnheimplatz für Studierende im umkämpften Markt für kleine Wohnungen im Ballungsraum Rhein-Main ist ein gemeinsamer Erfolg“, sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) auf der Baustelle. Noch gebe es viel zu tun. Man sei aber auf einem guten Weg.

Uni-Präsidentin Birgitta Wolff wies darauf hin, dass derzeit fast 3000 Studierende auf der Warteliste des Studentenwerks Frankfurt für einen Wohnheimplatz ständen. Es gelte daher, Bauprojekte so zu gestalten, dass die maximal mögliche Zahl an Plätzen entstehe.

Die Asta-Vorsitzende Kyra Beninga nannte den Bau der 297 Apartments einen Schritt in die richtige Richtung. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt werde aber immer prekärer. Beninga forderte höhere Zuschüsse für die Studentenwerke und mehr Geld und Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau.

Bisher gibt es in Frankfurt nur für etwa 7,3 Prozent der Studierenden einen Platz in einem öffentlichen Wohnheim. Die Mieten für WG-Zimmer und kleine Wohnungen sind in den vergangenen Jahren sehr stark gestiegen.

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