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Der Entwurf des neuen Rebstockbads, die Fassaden sollen teilweise begrünt werden.

Freizeit

Neues Rebstockbad bis 2025

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Ein Hamburger Planungsbüro soll Frankfurts größtes Hallenbad für 89,5 Millionen Euro bauen. Effizienz war beim Zuschlag wichtiger als Ästhetik.

Die Planungen für den Neubau des Rebstockbads werden konkreter. Sportdezernent Markus Frank (CDU) hat am Donnerstag den Siegerentwurf des Hamburger Planungsbüros Geising und Böker vorgestellt.

Die Architekten haben bereits Erfahrung im Bau von Schwimmbädern. Das neue Bad, das bis 2025 fertiggestellt werden soll, werde „für die Schwimmbadlandschaft in Deutschland ein Leuchtturm sein“, versprach Frank. Mehr als auf die Ästhetik sei bei dem Entwurf auf Effektivität und Effizienz geachtet worden. Denn das teuerste an einem Schwimmbad sei der Betrieb. Die Baukosten sollen bei 89,5 Millionen Euro liegen.

Das derzeitige Rebstockbad wurde 1982 eröffnet und galt seinerzeit als spektakulär. „Das war wie eine Raumschifflandung“, erinnerte sich Frank, räumte aber ein: „Das Rebstockbad hat seine Lebenszeit hinter sich.“ Die aufwendige Dachkonstruktion ist marode, die Technik veraltet. In den vergangenen Jahren musste das Bad mehrfach wegen Defekten vorübergehend geschlossen werden.

Trotzdem hat es auch jetzt noch 600 000 Besucher jährlich; das seien etwa ein Drittel aller Frankfurter Hallenbadbesucher, wie Boris Zielinski, der Chef der Bäderbetriebe, betonte. Daher wird die Stadt auch mit der Überdachung des Hausener Freibads während Abriss und Neubau des Rebstockbads eine Ausweichfläche zum Schwimmen anbieten, die vor allem Vereine und Schulen nutzen sollen.

Anders als der kathedralenartige Altbau soll der Neubau in mehrere einzelne Bereiche für Wettkampfschwimmen, Erlebnisbad und Wellness unterteilt sein. Insgesamt sieht der Entwurf, der sich unter elf Bewerbungen durchgesetzt hat, eine Brutto-Grundfläche von 18 000 Quadratmetern und mehr als 2000 Quadratmeter Wasserfläche vor.

Kinder dürfen sich über Attraktionen wie drei Wasserrutschen, ein Wellenbecken und einen Strömungskanal freuen. Der Saunabereich soll sehr großzügig ausfallen, nicht zuletzt das Außengelände. Stammgäste müssten sich nicht gänzlich umgewöhnen, versprach Zielinski. Der Eingangsbereich soll ziemlich genau dort bleiben, wo er jetzt ist, und auch zukünftig einen Rundumblick über die tiefer gelegenen Badbereiche ermöglichen. Der Entwurf sieht zudem vor, die Fassade des neuen Schwimmbads teilweise zu begrünen.

Auf die Frage nach dem Beginn für den Abriss des knapp 40 Jahre alten Bads wollte sich Stadtrat Frank am Donnerstag noch nicht genau festlegen. Vorgesehen ist der Abriss für April 2021, doch Frank hat ein wenig Sorge, dass die Pandemie und die dadurch angespannte Finanzlage der Stadt das Bauprojekt verzögern könnte.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Römer, Roger Podstatny, sicherte Frank aber, anders als beim Bau der Multifunktionsarena, die volle Unterstützung für das neue Rebstockbad zu. Für den Abriss sind knapp eineinhalb Jahre vorgesehen, für den Neubau an selber Stelle gut zwei weitere Jahre.

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