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Frankfurt: Neues Konzept für den Alten Flugplatz

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Von: Thomas Stillbauer

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Der ehemalige Tower, ein Bücherschrank – und viel Stadtnatur. Der Alte Flugplatz im Frankfurter Norden.
Der ehemalige Tower, ein Bücherschrank – und viel Stadtnatur. Der Alte Flugplatz im Frankfurter Norden. © ROLF OESER

Der Magistrat will Umweltbildung, Naherholung und Naturschutz unter einen Hut bringen. Auch das „Tower-Café“ in Frankfurt soll wieder ein Anziehungspunkt werden.

Am Alten Flugplatz Kalbach/Bonames werden gerade die letzten verbliebenen Gebäude der ehemaligen Unterkunft für geflüchtete Familien abgerissen. Das schafft die Gelegenheit für etwas Neues – das Ausflugsziel soll sich als Lernort für Artenschutz und Biodiversität weiterentwickeln. Für ein Gesamtkonzept, das bis zum Jahresende fertig sein soll, hat der Magistrat den Weg freigemacht.

„Großstadtoase“

Die Dezernate für Klima und Umwelt sowie für Immobilien und Neues Bauen haben nun den Auftrag, einen Plan zu schmieden für das gesamte Areal an der Nidda – für die „Großstadtoase mit viel wilder, unberührter Natur“, wie Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) schwärmt: „Wir wollen diesen Ort noch lebenswerter machen. Nicht nur für die Besucherinnen und Besucher, sondern für die unzähligen Pflanzen und Tiere, für die dieser magische Ort ein Zuhause geworden ist.“

Auf dem ehemaligen US-Militärflugplatz hat sich die Natur in den vergangenen 30 Jahren seit dem Abzug der Amerikaner viel Terrain zurückerobert. Freizeitort, Biotop, botanische Untersuchungsfläche und Lernort sei das Gelände, sagt Klimadezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Zur Umweltbildung der Zukunft werde der Klimawandel gehören. Aber der Alte Flugplatz solle auch ein Ort der Zeitgeschichte werden, an dem Themen wie der Kalte Krieg, Flucht und Migration ihren Platz haben. Schwerpunkt bleibe jedoch auch künftig die Umweltbildung. Heilig: „Wir werden ein Konzept erarbeiten, dass den Alten Flugplatz zum Lernort für Artenschutz und Biodiversität in Frankfurt und Umgebung macht.“

Teil des Konzepts soll das seit langer Zeit leer stehende „Tower-Café“ sein, für Veranstaltungen und Feste, gekoppelt mit Angeboten aus Natur und Bildung. Die Verknüpfung dieser drei Inhalte – Umweltbildung, Naherholung und Naturschutz – ist für den Magistrat das Zentrum der Entwicklung in den kommenden Jahren. Baudezernentin Sylvia Weber (SPD): „Das Tower-Café soll wieder zu dem attraktiven Anziehungspunkt werden, der es einmal war.“ Bei der Vergabe an den oder die künftige Gastronom:in werde die Stadt darauf achten, dass das Betreiberkonzept zum Themenschwerpunkt Umweltbildung passe – und zugleich einladend auf Gäste wirke.

Lust auf Natur

Das Konzept für den Alten Flugplatz solle die „Blaupause“ für die Weiterentwicklung des Geländes werden, bekundet der Magistrat. Die Nachfrage nach Orten der Naherholung für die Menschen sei mit der Corona-Pandemie noch einmal gewachsen. Zur Finanzierung des Konzepts tragen die Regionalpark Ballungsraum RheinMain gGmbH und die Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH 200 000 Euro bei.

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