Schule

Neues Haus für die Oberstufe

  • Sonja Thelen
    vonSonja Thelen
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Das Bauamt informiert den Ortsbeirat 7 über den Ausbau des Gymnasiums Nord.

Um Platz für rund 600 Schüler der künftigen Oberstufe zu schaffen, wird das Gymnasium Nord in der Siedlung Westhausen ausgebaut. Dafür entsteht im nordöstlichen Bereich – zwischen Schinkel- und Muckermann-Straße – ein knapp 51 Meter langer, dreigeschossiger Baukörper, der wie die übrigen Gebäude des Schulkomplexes in Holzmodulweise errichtet wird. Über den Ausbau des siebenzügigen Gymnasiums Nord, das dann für mehr als 2000 Schüler ausgelegt ist, informierten Vertreter des Amtes für Bau und Immobilien (Abi) am Dienstagabend den Ortsbeirat 7.

Ursprünglich war das 2016 gegründete Gymnasium als Provisorium am Standort Westhausen ohne diesen dritten Bauabschnitt geplant worden, erläuterte Julia-Susanne Skeib (Schulbau-Beschleunigen im Abi). Und zwar in der Hoffnung, dass der finale Schulstandort in Bonames dann bezugsfertig sei. Doch daraus wird nichts. Mit einem Umzug in den nächsten Jahren wird nicht gerechnet. Daher wird ab dem Schuljahr 2022 Raum für die Oberstufe benötigt. Die Arbeiten dauern laut Skeib zirka ein Jahr.

Start ist im Sommer 2021. Im Neubau entstehen 18 Klassenräume, sieben Fachräume für Naturwissenschaften und Musik, eine Lernzone, ein Bereich für Kunst und Lehrervorbereitung sowie im Erdgeschoss Aufenthaltszonen für Schüler und ein Raum für Darstellendes Spiel. „Ein Innenhof wird zusätzlich für Tageslicht sorgen“, ergänzte Projektleiter Robert Kuhnert. Die Baustellenzufahrt erfolgt über die Schinkelstraße. Gedanken machten sich Stadtteilpolitiker und Bürger um die zusätzliche Verkehrsbelastung für Anwohner. „Die kleine Siedlung Westhausen muss neben dem Gymnasium Nord bereits zwei große Schulen verkraften“, sagte Inge Pauls. Thomas Demel (Grüne) verwies auf die vor allem morgens wegen sogenannter Elterntaxis verstopfte Kollwitzstraße. Laut Abi-Vertreterin Skeib ergaben vier Verkehrszählungen zwischen 8 und 9 Uhr am Gymnasium Nord ein zusätzliches Aufkommen von 20 Fahrzeugen. Da Oberstufenschüler meist nicht den Schulbus nehmen, rechnet Skeib hier mit keinem Mehrbedarf. Allerdings werde die Stadt gegebenenfalls das U-Bahn- und Bus-Angebot verstärken. Stefan Trautmann, stellvertretender Schulleiter Gymnasium Nord, versicherte, dass die Schule regelmäßig Eltern über die problematische Verkehrslage informiere und im Austausch mit der Nachbarschaft stehe. Bei Schulveranstaltungen wie Tagen der offenen Tür engagiere das Gymnasium einen Sicherheitsdienst, um den motorisierten Besucherverkehr zu leiten.

Hans-Jürgen Sasse (SPD-Fraktionschef) forderte mehr Grün auf dem überwiegend zugepflasterten Gelände und Rosemarie Lämmer (fraktionlos) mehr Beleuchtung: „Dort ist es stockfinster.“ Auf diese Punkte habe die Schulleitung bereits hingewiesen, so Skeib.

Sie berichtete auf Nachfrage von Sebastian Papke (FDP-Fraktionsvorsitzender), dass die Dimensionen von Mensa und Sporthalle für die 2000 Schüler ausreichen und die Gebäude nach dem Umzug des Gymnasiums weiterhin als Schulbauten genutzt werden können.

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