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Enrico Schleiff, Professor für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen, übernimmt am ersten Januar das Präsidentenamt von Vorgängerin Birgitta Wolff.
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Enrico Schleiff, Professor für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen, übernimmt am ersten Januar das Präsidentenamt von Vorgängerin Birgitta Wolff.

Frankfurt

Neuer Uni-Präsident möchte Freiräume im Studium fördern

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Enrico Schleiff übernimmt am 1. Januar die Amtsgeschäfte von Birgitta Wolff an der Goethe-Universität.

Die scheidende Unipräsidentin Birgitta Wolff hat am gestrigen Donnerstag, den Stab an ihren Nachfolger übergeben. Wegen der Corona-Pandemie in kleinstmöglicher Besetzung und einer Übertragung im Internet. Enrico Schleiff, am 8. Juli zum neuen Präsidenten gewählt, tritt am 1. Januar sein Amt für die kommenden sechs Jahre an. Birgitta Wolff wechselt auf eine Professur für Betriebswirtschaft.

„Die Goethe-Universität hat in den vergangenen beiden Semestern eine Kraftanstrengung unternommen, um in der Corona-Pandemie ein weitgehend digitales Studium zu ermöglichen“, lobt Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn. Wolff habe dabei großen Einsatz gezeigt. Mit Erfolg, die digitale Lehre laufe „relativ reibungslos“.

Auch habe sich Wolff sehr um die „Third Mission“ verdient gemacht. Also dem Wirken der Hochschule außerhalb der Kernbereiche Forschung und Lehre: Wissens- und Technologietransfer seien da genannt oder Weiterbildung und gesellschaftliches Engagement.

Das lobt auch Frankfurts OB Peter Feldmann. „Sie haben die Goethe-Universität in die Stadt getragen, zu den Bürgerinnen und Bürgern. Sie haben sie geöffnet, zu einem Ort der Debatte gemacht.“ Die Wahl von Enrico Schleiff bezeichnet Feldmann als „Weichenstellung“. Schleiff werde das Profil schärfen durch stärkere Internationalisierung. Das passe zu Frankfurt mit seinen knapp 180 Nationalitäten. „Vielfalt macht stark.“

„Die Goethe-Universität ist heute mehr denn je eine Hochschule, die gelernt hat, dass sie ihre Stärken in kooperativen Netzwerken viel besser entfalten kann“, findet Birgitta Wolff selbst. Die sich an diesem Abend in einer „surrealen Zeit“ ansonsten merklich zurückhält.

Enrico Schleiff, kaum hat er die Anprobe der schweren Amtskette überstanden, spricht viele Dinge an. Ganz direkt die Studierenden. Um Zukunftsfähigkeit geht es ihm. Der Forschung, der Gesellschaft, der Lehre.

Den Studierenden möchte er „zeitgemäße und forschungsnahe Formate“ bieten. Das erfordere eine hohe Professionalität der Lehre und der Lehrenden im digitalen Zeitalter. Es gelte auch, das „aktiven Lernen“ zu stärken. „Zukünftige Leistungsträger benötigen ein fundiertes fachliches Wissen aber auch überfachliche Kompetenzen.“ Etwa im Umgang mit Digitalität, in der Kommunikation, im Selbstmanagement. Angebote möchte er ausbauen. Außerdem Freiräume im Studium fördern, die „Individualität“.

Darüber hinaus nehme er die Einladung des OB’s gerne an, die Hochschule noch stärker als Teil der Stadtgesellschaft zu positionieren, als einen Ort der Begegnung und des Dialogs.

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