Wohnen in Frankfurt

Neue Wohnheimplätze für Studierende in Frankfurt-Bockenheim

  • schließen

297 Zimmer für Studierende entstehen an der Sportuni. Sie werden auch bezahlbar sein. Doch das Angebot bleibt viel zu gering.

Für all die Studierenden, die in Frankfurt, teils verzweifelt, eine für sie bezahlbare Unterkunft suchen, ist es ein kleiner Lichtblick. Schon im kommenden Frühjahr sollen 297 Apartments, die in einem neuen Studierendenwohnheim an der Ginnheimer Landstraße in Bockenheim Platz finden, bezogen werden können. Die rund 20 Quadratmeter großen Einheiten mit Duschbad und Küchenzeile an der Sportuni will das Studentenwerk Frankfurt für etwa 10,50 Euro pro Quadratmeter vermieten. Fünf von ihnen sind barrierefrei. Der vom Frankfurter Architekten Ferdinand Heide entworfene Komplex im Passivhausstandard bietet auch Gemeinschafts-, Fitness- und Waschräume.

Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der am Dienstag einen Förderbescheid über rund 6,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Studentisches Wohnen“ übergab, nannte die Förderung des sozialen Wohnraums eine der größten Aufgaben der Landesregierung. Man werde die Mittel für den sozialen Wohnungsbau auf 2,2 Milliarden Euro bis 2024 steigern, kündigte er auf der Baustelle an.

Riesiger Bedarf

Manfred Schubert-Zsilavecz, Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Frankfurt und Vizepräsident der Goethe-Universität, sagte, in Frankfurt seien in den vergangenen Jahren mehr als 1000 Wohnheimplätze gebaut oder angemietet worden. „Bei mehr als 60 000 Studierenden in Frankfurt müssen wir jedoch noch viel tun, um jedem zehnten Studierenden einen Platz in einem öffentlichen Wohnheim zur Verfügung zu stellen.“ Das Studentenwerk brauche ausreichende Baukostenzuschüsse, geeignete Grundstücke und mietbare Objekte, um die Situation zu verbessern.

Noch gibt es in Frankfurt rechnerisch nur für 7,3 Prozent der Studierenden einen Wohnheimplatz. Zum Jahresende bot das Studentenwerk 2730 Zimmer, Kirchen und gemeinnützige Wohnungsgesellschaften 1823 Plätze.

Studierende müssen sich daher zum größten Teil auf dem freien Wohnungsmarkt versorgen. Gerade die Mieten für Kleinstwohnungen und WG-Zimmer steigen aber von Jahr zu Jahr. Schon zum Sommersemester wurden WG-Zimmer in Frankfurt nach Zahlen des Instituts Empirica im Schnitt für 500 Euro Monatsmiete angeboten. Kleine Wohnungen gibt es nach Zahlen des Portals Immowelt im Schnitt für 530 Euro pro Monat. Die Wohnpauschale für Bafög steigt zum Wintersemester auf 325 Euro im Monat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare