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Frankfurt: Neue Wege für den Ball des Sports

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Von: Timur Tinç

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Für den Ball des Sports soll in der Festhalle eine 14 Meter hohe Kletterhalle installiert werden.
Für den Ball des Sports soll in der Festhalle eine 14 Meter hohe Kletterhalle installiert werden. © Hassler Made

Bei der Rückkehr der Benefizgala der Sporthilfe in die Frankfurter Festhalle am 21. Januar stehen Sportakrobatik und Sportklettern im Mittelpunkt.

Thomas Berlemann und die Deutsche Sporthilfe haben sich viel vorgenommen: „Wir wollen mehr für den Sport tun, präsenter werden – über die Grenzen von Frankfurt hinaus.“ Am Montag hat der Vorstandsvorsitzende der Sporthilfe zusammen mit Jürgen Haßler von der organisierenden Agentur „Hassler made“ das Programm für den 52. Ball des Sports vorgestellt, der am 21. Januar in der Festhalle stattfindet. Rund 1400 Gäste können sich neben einem DreiGänge-Menü auf ein Showprogramm mit der olympischen Sportart Klettern und der Sportakrobatik freuen. Dafür wird in der Mitte der Halle eine 14 Meter hohe und fünf Tonnen schwere Kletterwand installiert.

„Es ist eine „Rückkehr zu den Wurzeln“, sagte Berlemann am Montag. Schon von 2002 bis 2006 war der Ball in Frankfurt, ehe er für 16 Jahre nach Wiesbaden ging. Im Juli zum letzten Mal, weil die Stadt Wiesbaden nicht mehr bereit war, die Kosten zu tragen. Die Stadt Frankfurt hatte sich in einem Bewerbungsverfahren Anfang des Jahres gegen elf weitere Mitbewerber durchgesetzt und wird in den kommenden fünf Jahren Ausrichter sein. Die Stadt teilt sich zusammen mit Lotto Hessen die Kosten von rund 800 000 Euro. Durch die Wertschöpfung für Gastronomie und Hotels sowie der Reputation für Frankfurt sieht die Stadt das als gut angelegtes Geld.

„Wir bereiten uns intensiv auf Frankfurt vor und müssen neue Wege gehen“, sagt Berlemann. Neben der neuen alten Location und der erstmaligen Präsentation von zwei Sportarten steht auch das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Allein die Wege zum Eventort werden für die Mitarbeitenden der Sporthilfe, die ihren Sitz in Frankfurt an der Otto-Fleck-Schneise hat, kürzer sein. Genutzte Materialien sollen möglichst wiederverwendet werden. Die Kletterwand ist eine sogenannte „Traversenkonstruktion“, erklärt Haßler. Auf Stahlträgern werden Kletterwandplatten angebracht, die nach der Veranstaltung an eine Kletterhalle verschenkt werden können. Essen und Getränke werden aus der Region kommen.

Die Sporthilfe

Die Deutsche Sporthilfe unterstützt rund 4000 Athletinnen und Athleten im olympischen paralympischen Sport. Im Jahr 2022 wurden rund 22 Millionen Euro ausgezahlt.

Der 52. Ball des Sports findet am 21. Januar in der Frankfurter Festhalle statt. Der Erlös– zuletzt 700 000 Euro – gehen direkt an die Sportler:innen. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit Tickets zu erwerben, die 1200 Euro kosten. Mit der Einladung wird eine Spende von 400 Euro pro Person erbeten. www. sporthilfe.de. FR

Mehr für Para-Sport tun

Neu ist auch, dass es Tickets nicht nur auf Einladung gibt, sondern auch im freien Verkauf. Pro Person kostet es 1200 Euro, verbunden mit einer zusätzlichen Spende von mindestens 400 Euro. „Wir sind in der Lage zu skalieren“, erklärt Berlemann. Statt 1400 könnten auch mehr Gäste Platz in der Festhalle finden. Zwar sei die zur Verfügung stehende Fläche mit 10 000 Quadratmetern kleiner als im Rhein-Main Congresscenter in Wiesbaden, „dafür sind die Bereiche hochwertiger“, sagte Haßler. Es wird eine Erlebniswelt geben, wo unterschiedliche Sportarten ausprobiert werden können.

Die Olympiasieger:innen Ulrike Nasse-Meyfarth, Fabian Hambüchen, Michael Groß werden als prominente Gäste erwartet. Außerdem haben sich laut Berlemann zwei Mitglieder des Bundestagskabinetts angekündigt. Moderator wird wie zuletzt Johannes B. Kerner sein. Der musikalische Act ist noch nicht bekannt. „Es ist wichtig, dass wir den olympischen und paraolympischen Sport unterstützen, obwohl wir mit Krisen zu tun haben, die nicht so schnell weggehen“, betont Berlemann. Die Spiele in Paris 2024 werfen schon ihren Schatten voraus. Besonders im Parasport will sich die Sporthilfe noch mehr engagieren und die Marke Sporthilfe weiterentwickeln. Der 52. Ball des Sports soll der Start dafür sein.

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