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Frankfurt: Neue Website der Stadt geht am Dienstag online

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Relaunch wurde seit 2016 vorbereitet und hat 1,4 Millionen Euro gekostet. Bis 2022 soll die Stadt laut einem Bundesgesetz rund 500 Onlinedienstleistungen anbieten. Aktuell gibt es 22.

Der neue Internetauftritt der Stadt wird am Dienstag, 18. Februar, freigeschaltet. Diesen Termin nannte der Sprecher von IT-Dezernent Jan Schneider (CDU) am Rande eines Pressetermins zur IT-Sicherheit.

Der Relaunch hatte sich seit Januar verzögert, weil mehrere Ämter Inhalte nachliefern mussten. Es sollte vermieden werden, dass Unterseiten unvollständig erscheinen. Die Kosten des Relaunchs, den Schneider seit 2016 vorbereitet, liegen bei 1,4 Millionen Euro.

Im Falle des Trojaner-Angriffs im Dezember habe die Stadt alles richtig gemacht, sagte Schneider. „Wir haben das System bewusst heruntergefahren, es gingen keine Daten verloren. Daten wurden nicht kompromittiert und waren nicht für Dritte einsehbar“, sagte er. Am 18. Dezember hatte ein Mitarbeiter des Bürgerhauses Fechenheim auf den Anhang einer Mail geklickt, in dem sich der Trojaner „Emotet“ befand. Daraufhin griffen die IT-Sicherheitsmechanismen der Stadt: Alle Systeme wurden abgeschaltet, darunter das Mail-Programm, die Website und die Telefone. Die Störung dauerte anderthalb Tage.

Emotet liest Kontakte aus und verbreitet sich selbstständig weiter. Er kann Schadsoftware nachladen, die zum Beispiel Daten verschlüsselt. Anschließend könnten Betroffene erpresst werden, um wieder an ihre Daten zu kommen. Von Angriffen mit Schadsoftware waren zuletzt die Städte Bad Homburg und Alsfeld sowie die Universität Gießen betroffen. Die Hochschule war wochenlang offline.

Wie Schneider beim Besuch des hessischen Digitalstaatssekretärs Patrick Burghardt (CDU) in Frankfurt erklärte, baut die Stadt ihre digitalen Dienstleistungen weiter aus. Das Onlinezugangsgesetz des Bundes sehe vor, dass in der Stadt bis Ende 2022 rund 500 Leistungen digital angeboten werden müssten. Rund 20 Online-Verfahren gebe es bereits, unter anderem die Beantragung des Bewohnerparkausweises. Weitere 30 vielgenutzte Dienstleistungen sollen bis Ende 2022 digital angeboten werden - dazu zählen Anträge für Urkunden beim Standesamt und für den Leseausweis der Stadtbibliothek.

Für wenig genutzte Online-Angebote werde es intelligente Antragsformulare geben, also zum Beispiel PDF-Dateien, in die Bürgerinnen und Bürger online Daten eintragen können. Durch die Bestellung von Soft- und Hardware beim kommunalen Dienstleister Ekom21 spare die Stadt jährlich eine Million Euro, sagte Schneider. Die Digitalisierung werde aus dem vorhandenen Budget finanziert.

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