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Patrick Walker arbeitet im neuen Ausbildungszentrum der Mainova schon an einer Drehbank.

Wirtschaft

Frankfurt: Neue Räume für Auszubildende

Die Mainova eröffnet ein neues Lehr-Zentrum in der Gutleutstraße auf 2700 Quadratmetern. Die jungen Frauen und Männer können sich über viel Neues freuen.

Von Jakob Deckers

Rund 120 Auszubildende stehen in blauen Overalls im ersten Stock des Foyers im neuen Ausbildungszentrums der Mainova AG und schauen von oben dabei zu, wie das Band der Eröffnung durchtrennt wird. Für die jungen Frauen und Männer aus neun verschiedenen Ausbildungsgängen gibt es Grund zur Freude. Denn am Mittwochmittag hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zusammen mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulrich Caspar und den Mainova-Vorständen Constantin Alsheimer und Lothar Herbst das neue Ausbildungszentrum des regionalen Energieversorgers eröffnet.

Thomas Feldmann, der auch Mainova-Aufsichtsratsvorsitzender ist, begrüßt den neuen modernen Standort: „Mit ihrem Ausbildungszentrum präsentiert sich die Mainova als attraktiver Arbeitgeber.“ Das Unternehmen investiere in die Zukunft der Stadt, denn es benötige auch künftig gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Umsetzung der urbanen Energiewende, sagt er.

Das Ausbildungszentrum befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Elektrizitätswerk in der Gutleutstraße 280, das in den 1920er Jahren nach Plänen des Architekten Adolf Meyer erbaut wurde. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz ist das in sogenannter Funktionsbautechnik errichtete Gebäude renoviert worden. Davon zeugt auch der historische, aber nach modernen Standards aufgearbeitete Trommelaufzug. „Wir haben eine denkmalgeschützte Rumpelkammer in ein modernes Ausbildungszentrum verwandelt“, sagt Lothar Herbst, Mainova-Vorstand. Die Eröffnung sei ein sichtbares Zeichen einer Neuausrichtung der Nachwuchsentwicklung. Der Standort biete den Auszubildenden optimale Bedingungen.

Auf den rund 2700 Quadratmetern befinden sich nun neue Werkstätten, Umkleiden, ein Kreativraum, Küchen und andere Aufenthaltsräume. „Es ist wirklich schön, hierher zu kommen“, sagt Enrique Behl, der eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik macht. Der 16-Jährige ist in seinem ersten Ausbildungsjahr und findet es gut, dass jetzt für die Auszubildenden alles frisch und neu gemacht wurde. Man könne dort mehr tun, als nur zu arbeiten. Beispielsweise in den Pausen im schönen Foyer zusammensitzen.

Bislang wurde die Ausbildung zusammen mit der der Verkehrsgesellschaft Frankfurt und den Bäderbetrieben organisiert. Diese im Jahr 1999 getroffene Entscheidung sei auch völlig richtig gewesen, so Herbst. Doch der Arbeitsmarkt habe sich verändert. Deshalb habe man 2018 beschlossen, die Ausbildungen wieder zu trennen. „Heute müssen wir uns um die Auszubildenden bewerben, ihr Interesse wecken. Dafür ist ein modernes Ausbildungszentrum wichtig“, sagt er.

Und auch IHK-Präsident Ulrich Caspar fügt an: „Das Engagement der Mainova ist ein starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Frankfurt.“

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