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Frankfurt: Neue Hochhäuser an den Olivetti-Türmen

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Von: Christoph Manus

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So soll es im geplanten Olivetti-Campus im Frankfurter Stadtteil Niederrad einmal aussehen. Der Investor verspricht „eine Stadt in der Stadt“.
So soll es im geplanten Olivetti-Campus im Frankfurter Stadtteil Niederrad einmal aussehen. Der Investor verspricht „eine Stadt in der Stadt“. © Quarterback Immobilien AG

Ein Leipziger Investor will im Lyoner Quartier in Frankfurt ein gemischt genutztes Viertel mit 630 Wohnungen schaffen. Dazu errichtet er fünf bis zu 65 Meter hohe Hochhäuser.

Die denkmalgeschützten Olivetti-Türme im Lyoner Quartier in Frankfurt sollen um fünf Hochhäuser mit 45 bis 65 Metern Höhe ergänzt werden und so Teil eines gemischt genutzten „Olivetti-Campus“ werden. Gut 630 Wohnungen will der Leipziger Projektentwickler Quarterback, wie er am Montag mitteilte, auf dem 3,4 Hektar großen Areal an der Lyoner Straße errichten. Es besteht aus dem früheren Olivetti-Grundstück und einem ebenfalls mit zwei Hochhäusern bebauten Nachbargrundstück.

Platz finden sollen in dem Ensemble zudem Büros, Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und Sport sowie Arztpraxen. Solche Nutzungen sollen etwa in den Erdgeschossen der geplanten fünf Wohntürme und Bereichen mit Ausrichtung nach Norden unterkommen. Der Olivetti-Campus werde als „eigenständig funktionierende Stadt in der Stadt erlebbar sein“, verspricht Quarterback-Vorstand Tarik Wolf.

Die Olivetti-Türme von Egon Eiermann sollen erhalten bleiben

Die Arbeiten an dem Großprojekt im Stadtteil Niederrad, das nach Plänen des Architekturbüros Max Dudler entsteht, sollen im Herbst kommenden Jahres beginnen. Die in den Jahren 1967 bis 1972 errichteten, sehr markanten Olivetti-Gebäude bleiben erhalten. Das derzeit nur teilweise noch gewerblich genutzte Ensemble, das nach Plänen des Architekten Egon Eiermann entstand, soll denkmalgerecht saniert und danach wieder voll vermietet werden. Erste Abstimmungsrunden zu den Plänen habe es bereits mit dem Stadtplanungsamt und dem Denkmalamt der Stadt Frankfurt gegeben. Das Denkmalamt werde, sobald die Planungen weiter vertieft seien, noch stärker involviert, teilt der Projektentwickler mit, der die Türme als „Ikone moderner Architektur“ preist.

Die einst von der IG Metall genutzten „Blue Towers“ auf dem angrenzenden Grundstück, die ein früherer Eigentümer noch entkernen und zu Wohnzwecken nutzen wollte, sollen dagegen nun abgerissen werden. Einen Bauantrag hat der Investor noch nicht gestellt. Er zeigt sich zuversichtlich, den Campus im Herbst 2025 fertigstellen zu können.

Ein Teil der neuen Wohnungen im Lyoner Quartier wird öffentlich gefördert

Die Wohnungen im neuen Ensemble sollen nach Angaben von Quarterback vermietet werden. Die Rede ist von überwiegend kleinen Familienwohneinheiten und Apartments. Ein Teil davon soll öffentlich gefördert sein. Der Projektentwickler errichte 30 Prozent der Wohnungen auf dem bisherigen Grundstück der Blue Towers als geförderte Wohnungen, hieß es am Montag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Ein Fitnessbereich, ein Restaurant und eine Dachbar sind geplant. Voraussichtlich entstehe auch ein Schwimmbad oder ein Außenpool, teilte der Investor mit.

Mit dem Großprojekt gewinnt der Wandel des einst als reines Büroquartier entstandenen Viertels weiter an Fahrt. Nach Zahlen der Standortinitiative Neues Niederrad (Sinn) sind inzwischen 2345 Wohnungen zwischen der Mainuferstraße, der S-Bahn-Station Niederrad, dem Stadtwald und der Autobahn 5 entstanden. 1683 Wohnungen befinden sich in Bau. Und mehrere Tausend Wohnungen sind noch geplant. Alleine die Nassauische Heimstätte will auf einem früheren Siemens-Areal mehr als 500 Wohnungen errichten. Die Standort-Initiative geht davon aus, dass schon in wenigen Jahren 12 000 Menschen im Viertel leben könnten.

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