So könnte das Hochhaus der F.A.Z. aussehen.
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So könnte das Hochhaus aussehen.

Hochhaus

Frankfurt: FAZ zieht um

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die FAZ will 2022 ein 60 Meter-Hochhaus an der Europa-Allee beziehen. Die bisherigen Gebäude im Gallus will sie abreißen.

  • Die Traditionszeitung F.A.Z. zieht um: 2022 sollen Verlag und Redaktion in ein Hochhaus im Europaviertel umsiedeln.
  • Die bisherigen Bürogebäude im Gallus sollen in keinem guten Zustand und nicht zeitgemäß sein.
  • Auf dem jetzigen Grundstück sollen verschiedene neue Projekte umgesetzt werden.

Frankfurt - Der Umzug der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ins Europaviertel rückt näher. An der Europa-Allee wurde am Mittwochmorgen symbolisch der Grundstein für einen 60 Meter hohen Turm gelegt, den Redaktion, Verlag und Tochtergesellschaften im Jahr 2022 beziehen wollen. Bis zu 1000 Menschen werden in dem Hochhaus, das nach Plänen des Berliner Architekten Eike Becker entsteht, arbeiten können. Die FAZ mietet den gesamten Turm mit einer Bruttogeschossfläche von knapp 30 000 Quadratmetern, den der Wiener Projektentwickler UBM errichtet.

Neues Hochhaus in der Skyline von Frankfurt: Im Europaviertel soll der neue „F.A.Z.-Tower“ entstehen

Das neue Hochhaus, das einer Helix ähnele, werde schick und cool, versprach FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner am Morgen, bevor die Zeitkapsel für den Grundstein per Drohne einschwebte. „Wir würden lieber heute als morgen einziehen.“ Die bisherigen Gebäude an der Hellerhofstraße, die nach dem Auszug abgerissen werden sollen, seien in keinem guten Zustand und anachronistisch. Die Büros des Verlags hätten den Charme einer alten Schuhschachtel. Just am Tag der Grundsteinlegung sei nun auch noch der Aufzug im Hochhaus kaputtgegangen, sagte Lindner.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) lobte das Vorhaben als Ausdruck der Zuversicht in einer Phase, in der die Zeitungslandschaft in einem dramatischen Wandel sei. „Sie setzen in dieser Zeit ein Signal“, sagte er auf der Baustelle. Die FAZ zeige mit dem Bau des Hochhauses: „Zeitungen haben Zukunft und Zeitungen werden gebraucht.“ Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nannte die Investition ein Bekenntnis zum Medienstandort Frankfurt, aber auch zur Freiheit des Worts.

Die bisherigen Gebäude der FAZ und der Frankfurter Societät zwischen Mainzer Landstraße und Frankenallee sollen abgerissen werden. Wo bisher auch die Redaktionen von Frankfurter Rundschau und „Frankfurter Neue Presse“ arbeiten, entsteht nach kürzlich vorgestellten Plänen ein urbanes Quartier mit rund 650 Mietwohnungen, einer Grundschule und Kitas. (Von Christoph Manus)

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