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Frankfurt: Neue Demo gegen die Corona-Regeln

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Von: Hanning Voigts

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Am vergangenen Wochenende waren Tausende Maßnahmen-Gegner durch Frankfurt gezogen.
Am vergangenen Wochenende waren Tausende Maßnahmen-Gegner durch Frankfurt gezogen. © Michael Schick

Die Querdenken-Szene geht am Wochenende wieder in Frankfurt auf die Straße. Eine Politikerin der Linken warnt vor der Beteiligung von Rechtsextremen.

Gegner:innen der aktuellen Politik zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie wollen am Samstag erneut in Frankfurt auf die Straße gehen. Über verschiedene Kanäle im Internet und im Messengerdienst Telegram wird für eine Demonstration mobilisiert, die um 15 Uhr am Holzhausenpark beginnen soll.

Die Mischszene aus Impfskeptiker:innen, Esoteriker:innen, sogenannten Reichsbürger:innen und Rechtsextremen, die sich vor allem in der Ablehnung der Corona-Einschränkungen und einer möglichen Impfpflicht einig ist, hat in Frankfurt zuletzt wieder mehr Zulauf erhalten. Am vorigen Samstag hatten sich knapp 5000 Menschen an einem Protestzug beteiligt, der ebenfalls am Holzhausenpark begonnen und einmal durch die Stadt geführt hatte. Die Lage war größtenteils friedlich geblieben, allerdings hatten viele Protestierende wie schon in der Vergangenheit die Pflicht zum Tragen einer Maske ignoriert.

Wie viele Menschen sich am Samstag an den Protesten beteiligen werden, ist schwer abzuschätzen. Die Bewegung ist diffus und heterogen und mobilisiert vor allem online.

Kritik von Links

Martina van Holst, die Sprecherin der Linkspartei im Ortsbeirat 3, wies unterdessen auf die Beteiligung rechter Akteur:innen bei den Anti-Corona-Demonstrationen hin. So sei zuletzt etwa eine Fahne der rechtsextremen „Freien Sachsen“ getragen worden, auch würden Verschwörungsmythen verbreitet. „Kritik an Maßnahmen der Bundesregierung sind durchaus angebracht“, sagte van Holst. „Jedoch sollte sehr genau darauf geachtet werden, mit wem demonstriert wird.“

Linke und antifaschistische Gruppen hatten seit Beginn der Pandemie gegen die Anti-Corona-Demos protestiert.

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