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Frankfurt: Neubauten für Berufsschulen

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Die Berufsschulen platzen aus allen Nähten. Und die Zahl der Berufsschüler dürfte stark steigen. Die Stadt will nun neue Gebäude errichten. Ein Schwerpunkt wird der Westen.

Die Stadt will mehrere neue Gebäude für Berufsschulen schaffen, bestehende Gebäude in Schuss bringen und die Kooperation zwischen den Schulen verbessern. Schon jetzt platzen mehrere Schulen aus allen Nähten. Und die Stadt rechnet damit, dass die Schülerzahl an den beruflichen Schulen in den kommenden Jahren um rund 3000 wächst.

Lösungen für diese Herausforderungen nennt der Schulentwicklungsplan für die beruflichen Schulen, den der Magistrat am Freitag beschlossen hat. Er sieht etwa vor, dass die Berta-Jourdan-Schule mit Schwerpunkt Sozialpädagogik, Sozialwesen, Heilerziehungspflege sowie Ernährung/Gastronomie ein größeres Gebäude an einem neuen Standort erhalten soll. Sobald der Neubau steht, soll die Wilhelm-Merton-Schule, eine kaufmännische Schule in Bornheim, das bisher von der Jourdanschule im Nordend genutzte Gebäude beziehen. Die bereits in Bornheim ansässige Stauffenbergschule mit dem Schwerpunkt Handel, Logistik, Medien soll dann die Räume der Mertonschule nutzen. Die derzeit größte Berufsschule Frankfurts, die kaufmännisch und medizinisch orientierte Julius-Leber-Schule in der Innenstadt, soll durch die Verlagerung einiger Bildungsgänge und die Sanierung eines früheren Schulgebäude mehr Platz erhalten.

Im Westen der Stadt entsteht laut Schulentwicklungsplan ein neuer Berufsbildungscampus. Dort will die Stadt Neubauten für die bisher in Höchst ansässige Paul-Ehrlich-Schule mit ihrem chemisch-biologisch-technisch orientierten Profil und die kaufmännische Ludwig-Erhard-Schule, bisher Unterliederbach, errichten. Von 2024 an soll die Erhardschule wieder Schülerinnen und Schüler in das berufliche Gymnasium aufnehmen können.

Auch sonst sieht der Schulentwicklungsplan stärkere Kooperationen vor. Stärker zusammenarbeiten sollen etwa die Julius-Leber-Schule, die Jourdanschule und die Klingerschule. Das soll dazu führen, dass die Klingerschule das berufliche Gymnasium um den Schwerpunkt Erziehungswissenschaften erweitern kann. Kooperieren sollen auch die beruflichen Schulen, die in Medienberufen ausbilden, und die Schulen im Bereich Bau- und Umwelttechnik.

Schüler mit Zuwanderungsgeschichte sollen besser unterstützt werden. Geplant seien etwa der Ausbau der sozialpädagogischen Förderung und die Entwicklung berufssprachlicher Angebote, heißt es.

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