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MUKIVA in Bornheim: vl.n.r. Geschäftsführer Stefan Schäfer und die Leiterinnen Sabine Neumann und Dorothee Reinhardt.

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Frankfurt: Ein Netzwerk für Familien

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In 13 Frankfurter Stadtteilen sind die „Familiennetzwerke“ mittlerweile vertreten. Seit zehn Jahren unterstützt das Projekt des Kinderschutzbundes junge Familien

Im Kreis sitzen die Frauen mit ihren Babys beisammen und tauschen sich über die ersten Wochen mit dem Nachwuchs aus. In entspannter Atmosphäre kommen Themen wie Stillen, nächtliches Durchschlafen oder wo gibt es einen Kinderarzt, der noch kleine Patienten aufnimmt, zur Sprache.

Szenen dieser Art gibt es seit mindestens zehn Jahren in Frankfurt, damals entstand am Frankfurter Berg das erste Familiennetzwerk im Stadtteil. Seit kurzem gibt es dieses Angebot auch in Bornheim. Damit ist das Projekt des Kinderschutzbundes und des Zentrums Familie im Haus der Volksarbeit in 13 Frankfurter Stadtteilen vertreten. Gefördert wird es von der Stadt Frankfurt.

„Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Angebote für Kinder und ihre Eltern“, sagt Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Kinderschutzbunds Bezirksverband Frankfurt, über die Netzwerke. In allen Einrichtungen werde ein Treffpunkt für Eltern von kleinen Kindern (0 bis 3 Jahre) geboten. Heutzutage haben junge Familien häufig keine Verwandten in der unmittelbaren Nähe, so Schäfer. Da sei die neue Situation mit Kind zwar aufregend aber manchmal auch überfordernd.

Kontakt

Kontakt für Eltern zum Mukiva: Tel. 069/44 74 60 oder E-Mail: mihaela.isacescu@mukiva.de

Genau da setzt das Projekt an. Zunächst gibt es einen Brief der Sozialdezernentin, in dem ein Willkommensbesuch zu Hause angeboten wird. Alternativ können die Eltern auch zu den offenen Treffs gehen. Diese sind kostenlos, barrierefrei und niedrigschwellig gestaltet.

Sabine Neumann, eine der beiden Leiterinnen des Kinder- und Familienzentrums Mukiva in Bornheim, das nun Teil des Netzwerks ist, erklärt: „Die Mütter und Väter mit ihren Kindern werden bei uns von geschulten Mitarbeiterinnen empfangen, bekommen ein Begrüßungsgeschenk und können dann mit den anderen Eltern ins Gespräch kommen.“ Als Geschenk gibt es in Bornheim ein Mützchen. Ergänzt wird das Angebot in Bornheim durch einen Offenen Treff bei der SG Bornheim sowie beim Kinderschutzbund in der Comeniusstraße. Dadurch erreiche man ein größeres Einzugsgebiet und somit mehr Eltern. Diese sollen sich gegenseitig Tipps geben, aber auch Informationen zu Hilfen oder Angeboten der Stadt beziehungsweise im Stadtteil bekommen.

„Es sind Angebote ohne erhobenen Zeigefinger“, sagt Schäfer. Wer Schwierigkeiten habe, bekomme kompetente Beratung. „Bevor Probleme zu Problemen werden“, so Neumann. Die zweite Leiterin des Mukiva, Dorothee Reinhardt, lobt, dass das Konzept der Familiennetzwerke super zur Einrichtung passe, die sich schon seit drei Jahrzehnten in der Familienbildungsarbeit bewährt habe.

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