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Unter dem neuen Label „Naxos“ arbeiten die Kompagnien im Industriedenkmal zusammen.

Kultur

Naxos als Haus der freien Theater

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Gruppen um das Theater Willy Praml und Studio Naxos wollen in das Industriedenkmal investieren. Es soll die zentrale Spielstätte für die freie Theaterszene in der Region werden.

Das Theater Willy Praml, das Studio Naxos und die Theatergruppen Dorfproduct, Eleganz aus Reflex und Stange Produktionen arbeiten künftig unter dem Label „Naxos“ in der Naxoshalle zusammen. Ein gemeinsamer Trägerverein wurde gegründet.

Naxos in der Waldschmidtstraße soll die zentrale Spielstätte für die freie Theaterszene in Frankfurt und der Region werden, sagen die Dramaturgin Ruth Schröfel, Theatermacher Willy Praml sowie Jan Philipp Stange und Simon Möllendorf vom Studio Naxos.

Vorgesehen sind Investitionen in Millionenhöhe. „Es gibt einen Investitionsstau, der sich über zehn Jahre angesammelt hat, den wollen wir abarbeiten“, sagt Simon Möllendorf. Er leitet Dorfproduct gemeinsam mit Caroline Rohmer, gehört dem Leitungsteam vom Studio Naxos an und ist dort Technischer Direktor. Wie Möllendorf ausführt, sind die Scheinwerfer im Gebäude 40 Jahre alt. Sie waren ein Geschenk des Schauspiels Frankfurt, sind aber in die Jahre gekommen, genau wie die Bühnentechnik, die Podeste und die Tontechnik.

Mit dem Amt für Bau und Immobilien stehe man in guten Verhandlungen, was die Sanierung der denkmalgeschützten früheren Industriehalle angehe, sagt er. So soll das Foyer bis Ende 2021 saniert werden, damit man sich im Winter dort auch ohne Mantel aufhalten könne. Im ersten Stockwerk sollen Lagerräume errichtet werden. Proberäume sind im früheren Maschinenraum der Halle geplant. Der Brandschutz werde erneuert.

„Wir möchten Naxos als klimaneutrales Haus einrichten, um auf die Industrialisierung eine klimagerechte Antwort zu geben, sagt Willy Praml, der das gleichnamige Theater leitet.

Naxos als klimaneutrales Haus einrichten

1991 von Praml und Michael Weber gegründet bespielt das Theater Willy Praml die der Stadt gehörende Naxoshalle seit 2000. 2014 wurde die Spielstätte um das Studio Naxos ergänzt, in dem die junge Avantgarde, die in der Hessischen Theaterakademie (HTA) ausgebildet wurde, auftritt. Dazu zählen Nachwuchskünstler:innen der Universitäten Gießen und Frankfurt, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Zur Finanzierung wurde ein Antrag auf Vierjahresförderung beim Kulturamt der Stadt eingereicht. Er schlägt Mittel in Höhe von einer halben Million Euro pro Jahr ab 2022 vor. Vorgespräche mit den kulturpolitischen Sprechern der Koalition und der Kulturdezernentin seien geführt worden, sagt Praml.

„Wenn man junge Kulturschaffende in Frankfurt halten will, braucht man professionelle Arbeitsbedingungen und Planungssicherheit“, sagt Möllendorf. In der künftigen Struktur soll es ein fest angestelltes Leitungsteam geben, das die Geschäftsführung übernimmt. Feste Stellen sind für den Technischen Direktor, drei Haustechniker, einen Hausmeister und eine Putzkraft vorgesehen.

„Zuletzt haben wir 180 Veranstaltungen im Jahr mit anderthalb Technikstellen gestemmt. Das grenzt an Selbstausbeutung und ist auf die Dauer nicht leistbar“, sagt Jan Philipp Stange. Er erinnert daran, dass rund 60 Prozent des Theaterpublikums in Frankfurt die Produktionen der freien Szene besuchten. Der Mousonturm habe bei etwa gleich vielen Veranstaltungen den zehnfachen Etat. Über den Antrag berät nun der Theaterbeirat der Stadt Frankfurt.

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