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Ralf Harth gärtnert drauflos.  

Gallus

Nächster Garten im Frankfurter Gallusviertel – Gemüse anpflanzen mit Nachbarn 

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Ralf Harth lädt die Nachbarschaft ein, gemeinsam Gemüse zu ziehen und sich kennenzulernen.

Hier die S-Bahn-Station Galluswarte, da der Zebrastreifen über die Frankenallee – und dort: Kräuter, Salat, Mangold. Wäre gerade Sommer, gäbe es auch noch Himbeeren, Erdbeeren und Tomaten. Einfach so, im Grünstreifen, auf rund 60 Quadratmetern.

Es ist nicht der erste Garten, der einfach so aus dem Frankfurter Straßenraum sprießt, aber es ist doch immer wieder überraschend. Und es geht auch nicht nur ums Gemüse. „Ich will den sozialen Zusammenhalt stärken“, sagt der Anwohner Ralf Harth, der das Projekt angestoßen hat. „Es gibt viele Probleme, aber die Lösungen liegen auf der Straße.“ In der Erde, um genau zu sein.

Frankfurt Gallus: Gemüseziehen als Nachbarschaftsprojekt

Im vorigen Sommer wurde der 55-jährige Harth schon Pate für drei Bäume, die er mit seinem Brauchwasser goss und so vor dem Verdorren rettete. Zugleich kurbelte er sein Gartenprojekt an, inspiriert vom Gallusgarten, der weiter westlich an der Schneidhainer Straße schon seit einiger Zeit floriert. Sich dort mit einer Parzelle anzuschließen, wäre ihm aber zu wenig gewesen.

Wer mitmachen möchte, kann Laub, Mulch oder Grünschnitt zum Garten auf Höhe der Frankenallee 99 bringen, die Leute dort ansprechen oder sich via E-Mail melden: garten@kiz-gallus.de.

„Ich möchte, dass es ein Nachbarschaftsprojekt wird“, sagt er, „für die Leute vor Ort, ohne Träger, ohne Verein, auch keine Initiative.“ Wer sich beteiligt, bekommt ein Beet und wird Patin oder Pate dafür, also auch für die Pflege verantwortlich. Zwei Nachbarinnen sind bisher dabei. Eine Stunde täglich investiert Ralf Harth, aber oft kommt er gar nicht viel zum Gärtnern. „Die Leute bleiben

stehen, es gibt immer Gespräche und Austausch.“ Und das ist ja der Sinn der Sache.

Frankfurt Gallus: „Es wird viel dazugeschenkt“

Anfang Juli kamen die ersten Boxen für die Hochbeete. Das Grünflächenamt war gleich offen für die Idee und haf mit seinem Begrünungsprogramm, stellte Pflanzkästen und große Säcke mit Humus. Aber auch von privater Seite kam Unterstützung. „Es wird viel dazugeschenkt“, sagt Harth, „das hat mit dieser Energie zu tun, die von so einer Gemeinschaft ausgeht.“ Auch der Friseur Arikan, der seinen Laden gleich nebenan hat, hörte sich die Pläne mit Interesse an und stieg direkt mit ein. Holzpaletten und Laub steuerte er bei, das Geschäft ist zugleich Anlaufstelle in diesen kühleren Tagen.

„Ich dachte einfach: Was ist mit diesem Grünstreifen? Das ist doch nur ein Müllplatz, das ist eine Katastrophe“, sagt Harth. Mit simplen Mitteln hat er einen Anstoß gegeben und für Aufmerksamkeit gesorgt. „Nachhaltig für die Nachbarschaft“ ist sein Motto, und als Ableger das größeren Gallusgartens, auch im gärtnerischen Sinn, versteht er sein Projekt. Auch wenn er gar nicht viel Erfahrung mit dem Gärtnern hat. Youtube hilft. „Ich hab genug Neugier.“

Nur eines sollte er nicht tun, riet man ihm: zu tief graben. Das Gallus könnte noch so manche explosive Hinterlassenschaft aus dem Krieg im Boden verbergen.

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Im Dominikanerkloster gab es in der Frankfurter Innenstadt skandalfreie Wurst, Stimmungseulen und selbstgemachten Zwetschgen-Ketchup zu kaufen, wie fr.de* berichtet. 

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