Justiz

Frankfurt: Mutmaßlicher Salafist angeklagt

  • Stefan Behr
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Ein 24-Jähriger aus Offenbach soll einen Anschlag auf ein Frankfurter Lokal vorbereitet haben. Zudem soll er im Gefängnis einen Mithäftling angegriffen haben.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Anklage gegen einen 24 Jahre alten Mann aus Offenbach erhoben. Dem mutmaßlichen Mitglied der lokalen dschihadistisch-salafistischen Szene werden Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Bereiterklären zu einem Verbrechen, Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und schwere Körperverletzung in zwei Fällen vorgeworfen.

Konkret wird er angeklagt, zwischen Juli und November vergangenen Jahres einen Anschlag auf ein Frankfurter Lokal vorbereitet zu haben und so laut Staatsanwaltschaft „eine Vielzahl von Menschen, sogenannte Ungläubige“ zu ermorden. Zu diesem Behufe soll er sich bereits Grundsubstanzen zur Herstellung von Sprengstoff verschafft sowie versucht zu haben, in einem Internetshop ein Maschinengewehr nebst Munition zu kaufen.

Was die Körperverletzungen angeht, so wird ihm zur Last gelegt, im August 2019 auf dem Offenbacher Marktplatz gemeinsam mit zwei Bekannten einen Mann schlimm verprügelt zu haben.

Laut Anklage haben die drei den Mann erst mit Fäusten zu Boden geschlagen und dort auf ihn eingetreten. Im zweiten Fall soll der Mann im Dezember 2019 im Gefängnis von Preungesheim einen Mithäftling „mit einem massiven Wasserschieber tätlich angegriffen und verletzt“ haben.

Damals saß der 24-Jährige bereits wegen der aktuellen Vorwürfe in Untersuchungshaft: Er war am 12. November vergangenen Jahres anlässlich einer Durchsuchung festgenommen worden.

Ein Termin für den Prozess steht derzeit noch nicht fest.  

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