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Der Bunker am Marbachweg. Noch sind die Bands drin.
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Der Bunker am Marbachweg. Noch sind die Bands drin.

Musik in der Stadt

Frankfurt: „Musikbunker Marbachweg erhalten“

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die Grünen fordern, die Stadt solle um das Musikzentrum am Marbachweg kämpfen. Das Thema beschäftigt Ortsbeirat und Kulturausschuss.

Gut einen Monat nach der Hiobsbotschaft ist die Hoffnung weiterhin lebendig: Im September sprach die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) den Musikerinnen und Musikern im Marbachbunker die Kündigung aus – aber die Stadtpolitik will sich damit noch nicht abfinden.

„Marbachbunker muss Kulturort bleiben!“, fordern die Grünen in einer Pressemitteilung vor den Sitzungen des Kulturausschusses der Stadtverordnetenversammlung und des Ortsbeirats 9 an diesem Donnerstag.

Sie unterstütze die Bemühungen der Musikerinnen und Musiker, den Marbachbunker weiterhin für Proben zu nutzen, verspricht Mirjam Schmidt, Frankfurter Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Kunst und Kultur der Grünen-Fraktion im Landtag: „Der Bunker im Marbachweg muss für Kunst und Kultur erhalten bleiben.“

Die Grünen im für den Dornbusch zuständigen Ortsbeirat 9 fordern in einem Antrag, die Stadt solle von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, den Bunker von der Bima erwerben, den Brandschutz ertüchtigen und das Gebäude den Künstlerinnen und Künstlern wieder zur Verfügung stellen.

Unter den etwa 120 Musizierenden im Marbachbunker seien viele Jugendliche und Newcomerbands, die besonders auf den Erhalt der Probe- und Musikunterrichtsräume angewiesen seien: „Der Druck auf freie Räume für Kultur ist groß, insbesondere für Bands“, erläutert Schmidt. Wo Kultur kleinteilig organisiert sei, sei sie in einer wachsenden Stadt oft von Gentrifizierung bedroht. „Hier kann und muss die Stadt einspringen, denn all jene Orte und Angebote, die es uns ermöglichen, Freiheit, Offenheit und Vielfalt miteinander zu leben, müssen zwingend erhalten werden“, sagt Mirjam Schmidt. Das gelte besonders, nachdem andere Bunker – etwa Glauburg- und Freiligrathstraße – wegfielen.

Das Thema ist seit den 1980er Jahren immer wieder aktuell. Seither hat die Stadt mehrere aus dem Zivilschutz entlassene Bunker gekauft und Musikschaffenden zur Verfügung gestellt.

Das Kulturdezernat hatte unlängst Kontakt mit der Bima aufgenommen, um Möglichkeiten auszuloten, den Bands zu helfen. Eine dieser Möglichkeiten sei eine potenzielle Rücknahme der Kündigung, sagte Sprecherin Jana Kremin dem „Journal Frankfurt“, eine andere, nach Ausweichquartieren zu suchen. Einige Bands aus dem Marbachbunker sehen sich längst nach neuen Unterkünften um. Doch Räume, in denen man laut sein darf, sind rar.

Die BFF-BIG-Fraktion im Römer sieht die Musik- und Bandszene in Frankfurt „existenziell gefährdet“. Der drohende Verlust des Musikbunkers am Marbachweg sei „lediglich ein weiterer Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“, so der Fraktionsvorsitzende Mathias Mund. Die Schwierigkeiten, Proberäume zu finden, seien längst bekannt, „immer mehr“ Auftrittsmöglichkeiten kämen abhanden. Mund: „Die politisch Verantwortlichen haben dem schleichenden Niedergang der Musik- und Bandszene in unserer Stadt jahrelang tatenlos zugesehen.“

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