Kultur

Frankfurt: Museumsbesuch mit Maske

  • schließen

Nach sieben Wochen Corona-Pause öffnen die meisten städtischen Museen in Frankfurt wieder ihre Pforten. Mit ausgefeilten Hygienekonzepten sollen Infektionen vermieden werden.

Die Frankfurter Museen wagen ein bisschen mehr Normalität. Nach siebenwöchiger Corona-Pause öffnen am heutigen Dienstag fast alle städtischen Museen wieder ihre Pforten. Das Historische Museum, das Museum Angewandte Kunst, das Museum Judengasse und andere Häuser sind wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Die Caricatura folgt am Dienstag, 12. Mai, das Museum für Moderne Kunst am Samstag, 16. Mai. Die anderen Museen schließen sich an: Die Schirn öffnet am morgigen Mittwoch, Liebighaus und Städel am Samstag, 9. Mai, das Senckenbergmuseum am Montag, 11. Mai.

Bis auf Weiteres wird der Betrieb allerdings weiter durch die Pandemie bestimmt. Mit dem Gesundheitsamt und dem Kulturdezernat haben die Häuser sich auf Hygienevorschriften geeinigt, um Infektionen zu vermeiden. Beispielsweise werden nur so viele Gäste gleichzeitig eingelassen, dass alle eineinhalb Meter Abstand voneinander halten können. Es wird eine Maskenpflicht geben, die Kassenbereiche werden mit Plexiglasscheiben gesichert. Führungen, Veranstaltungen und Workshops fallen etwa im Historischen Museum weiterhin aus.

Hygiene bleibt wichtig

Er freue sich, dass die Museen sich früh um Konzepte zur Wiedereröffnung gekümmert hätten, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Montag bei einer Pressekonferenz. „Es ist schön, wieder ein Stück rauszukommen.“ Er sei überzeugt, dass es nicht zu früh sei, die Museen wieder zugänglich zu machen, sagte Feldmann. Wichtig sei, dass alle diszipliniert blieben. Es gebe einen großen Wunsch nach Normalität, „aber wir wollen auch Sorge tragen, dass wir uns, solange es keinen Impfstoff gibt, nicht zu nahe kommen“.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sagte, sie freue sich, „dass wir die Beschränkungen wieder ein wenig lockern können“. Hinter den Frankfurterinnen und Frankfurtern lägen lange Wochen des Verzichts. „Wir haben gemerkt, wie wichtig uns das kulturelle Leben ist.“ Obwohl viele Häuser aus der Not heraus mit digitalen Angeboten experimentiert hätten, gebe es doch das tiefe Bedürfnis, Kunst und Kultur direkt und gemeinsam zu erleben. Hartwig dankte den Museen für die gute Kooperation bei der Erstellung der Hygienevorschriften.

Jan Gerchow, der Direktor des Historischen Museums, sagte, es sei überfällig, die Museen wieder zu öffnen. Es seien schließlich Orte, „wo man sich wunderbar aus dem Weg gehen kann“. Man werde alles tun, um auf die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter zu achten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare