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Noch kann nicht so in die Schirn geströmt werden. 

Kultur

Frankfurter Museen: Nach der Corona-Pause herrscht Unklarheit beim Kartenkauf

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Die Häuser empfehlen den Erwerb von Onlinetickets. Aber auch Spontanbesuche sind bei Schirn, Städel und Liebieghaus möglich.

  • Nach der Zwangspause aufgrund der Corona-Beschränkungen dürfen auch die Museen in Frankfurt wieder öffnen. 
  • Empfohlen wird der Erwerb von Online-Tickets für die Museen für einem bestimmten Zeitraum. 
  • Doch nach dem Ende der Beschränkungen für Museen gab es Missverständnisse beim Ticketkauf. 

Frankfurt – Nach siebenwöchiger Corona-Pause haben vergangene Woche viele Frankfurter Museen wieder eröffnet, darunter Schirn, Städel und Liebieghaus. Doch die Abwicklung des Ticketverkaufs sorgte für einige Missverständnisse: So verweisen die Häuser auf ihren jeweiligen Homepages auf Zeittickets, die es online zu erwerben gilt. Diese ermöglichen den Museumsbesuch zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bei manchen mag so der Eindruck entstanden sein, dass der Museumsbesuch ausschließlich dann möglich ist, wenn vorab ein Onlineticket gekauft wurde.

Dass es sich dabei jedoch lediglich um eine Empfehlung handelt, stellt Johanna Pulz, Pressesprecherin der Schirn, im Gespräch mit der FR klar. „Wir empfehlen, vor dem Besuch online ein Ticket zu kaufen. Aber wir haben auch ein Kontingent an der Kasse für spontane Besucher.“ Für Spontanbesucher könne man aber wegen der Besucherbeschränkung keine Garantie ausstellen, dass sie die Ausstellungen ohne Wartezeit besuchen können.

Museen in Frankfurt: Online gibt es Prüfprobleme, ob Anspruch auf eine Ermäßigung besteht

Auch für Menschen, die Anspruch auf eine Ermäßigung haben sowie für Museumsufercard-Inhaber gebe es dort Kontingente. Denn diese haben keine Möglichkeit, Onlinetickets zu kaufen. Pulz argumentiert, dass der Nachweis für eine Ermäßigung bei der Online-Buchung derzeit nicht überprüft werden könne. Das mag verwundern, wenn man bedenkt, dass beispielsweise der Frankfurter Zoo alle Tickets online abwickelt. Dort können unter anderem Jahreskarten-Inhaber ein Onlineticket kostenlos erwerben und sich vor Ort ausweisen, womit der Einlass ohne Wartezeit sichergestellt wird.

Laut Johanna Pulz habe sich das Zeitticket-System bei der Schirn bewährt, so dass es in den ersten Tagen der Öffnung kaum Schlangen gegeben habe. „Auch die meisten Besucher, die spontan vorbei gekommen sind, kamen direkt oder nach kurzer Wartezeit in die Ausstellungen.“ Ohnehin diene der Verkauf der Onlinetickets vor allem dazu, das Hygiene- und Sicherheitskonzept einzuhalten. Durch den Verkauf der Zeittickets wolle man möglichst vielen Besuchern den Eintritt ermöglichen und zugleich Menschenansammlungen vermeiden.

Klarstellung: Auch mit der Museumsufercard kann man die Museen in Frankfurt besuchen 

Gleichwohl hat das Kulturamt in den vergangenen Tagen mehrere Beschwerden erreicht, insbesondere von Inhabern der Museumsufercard, berichtet Filiz Aydin, zuständig für die Museumsadministration im Kulturamt. „Der Hinweis der Schirn, dass Museumsufercard-Inhaber keine Onlinetickets kaufen können, hat dazu geführt, dass diese zum Teil dachten, sie können das Museum nun überhaupt nicht besuchen“, sagt Aydin. Zwar liege die Verantwortung nicht beim Kulturamt, sondern bei den jeweiligen Häusern. Trotzdem habe man nach Erhalt der Beschwerden Kontakt mit der Schirn aufgenommen.

Die Schirn hat den Hinweis auf ihrer Homepage inzwischen präzisiert, versichert Johanna Pulz. So soll Missverständnissen in Zukunft vorgebeugt werden.

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