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Frankfurt: Museen digitalisieren die Bestände

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Von: Florian Leclerc

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Der Hochleistungsscanner im Institut für Stadtgeschichte geht in Betrieb.
Der Hochleistungsscanner im Institut für Stadtgeschichte geht in Betrieb. © Michael Schick

In Frankfurt haben die Museen im vergangenen Jahr ihre Bestände weiter digitalisiert. Auch das Deutsche Architekturmuseum soll künftig eine Online-Sammlung anbieten.

Die städtischen Museen und das Institut für Stadtgeschichte haben im vergangenen Jahr ihre Bestände weiter digitalisiert. Wie Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Donnerstagabend im Kulturausschuss ausführte, konnten sie dafür auf Mittel von 300 000 Euro zurückgreifen, welche die Stadtverordneten bewilligt hatten. Beantragt hatten die Institutionen sogar eine halbe Million Euro. Das städtische Budget für die Digitalisierung in den Kultureinrichrungen gibt es seit 2020.

Die Mittel flossen in die konzeptionelle Neuentwicklung der Online-Sammlung im Museum für Moderne Kunst, den Ausbau der Online-Sammlung im Jüdischen Museum und vorbereitende Maßnahmen für die geplante Online-Sammlung des Deutschen Architekturmuseums, sagte Hartwig. Im Museum für Angewandte Kunst wurde ein Buchscanner gekauft, um die Publikationen aus der Bibliothek zu digitalisieren und nach und nach den Bestand aus etwa 30 000 Titeln digital zu archivieren. Im Ikonenmuseum wurde die Äthiopien-Sammlung mit 134 christlich-äthiopischen Objekten fotografisch erfasst.

Im Archäologischen Museum wurden etwa 1800 teils mehr als 100 Jahre alte Fotoglasplatten gescannt, die sonst unwiederbringlich verloren gegangen wären. Darüber hinaus wurden 2200 Objekte aus der Dauerausstellung digital fotografiert. Das Weltkulturen Museum hat 5000 fotografische Objekte, unter anderem die Dias der Sammlung Milli Bau, gereinigt und digitalisiert.

Im Institut für Stadtgeschichte kann ein neuer Großformatscanner Pläne, Plakate und Fotos bis zu einer Größe von DIN-A0 einscannen. Der alte Scanner für große Formate war technisch überholt.

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