Tag der Mülltrennung

Frankfurt: Wie man mit Mülltrennung Geld sparen kann

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Am Samstag (07.03.2020) ist Tag der Mülltrennung. Die Idee dazu kam vor 136 Jahren von dem Franzosen Poubelle. Aber es läuft in Frankfurt wie überall immer noch nicht alles perfekt. 

Am heutigen Samstag ist „Tag der Mülltrennung“ – ja, wahrhaftig, der 7. März ist tatsächlich dem umweltfreundlichen Verhalten gewidmet, Papier in die Papiertonne zu werfen, Glas in den Glascontainer, Bioabfall in die Biotonne und Verpackungsmüll in die gelbe.

Ein guter Anlass für Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), einen Blick in die Statistik zu werfen. Demnach ergab eine Auswertung, dass der Restmüll aus Frankfurter Haushalten immer noch mehr als 40 Prozent Bioabfall und gut zehn Prozent Papier enthält. Bei optimaler Trennung könnte die Restmüllmenge auf etwa ein Drittel des derzeitigen Wertes reduziert werden, rechnet Heilig hoch: „Der sortierte Rest könnte, statt wie heute verbrannt, ressourcen- und klimaschonend wiederverwertet werden.“

Wie lange wird eigentlich schon Müll getrennt? Viele Frankfurter können sich noch an Zeiten erinnern, als alles auf einen Haufen kam und auch noch naturverseuchend im Wald deponiert wurde. Armer Monte Scherbelino! Dabei hatte der leitende französische Beamte Eugène René Poubelle schon am 7. März 1884 angeordnet, dass Austernschalen, Glas und Porzellan strikt vom sonstigen Müll zu trennen seien. Seither nennen die Franzosen ihren Mülleimer Poubelle.

Einwegplastik und Versandkartons waren damals noch kein Thema, erinnert das Umweltamt. 136 Jahre nach Poubelles Dekret seien vier Mülltonnen vor der Haustür für uns normal. „Unser System der Mülltrennung kann sich sehen lassen“, sagt Heilig, „andere Länder beneiden uns darum. Allerdings ist auch hier noch Luft nach oben.“

Die Frankfurter Müllentsorgerin FES und das Umweltdezernat klären mit Informationskampagnen auf. Auf Müllplätzen größerer Wohngebäude zeigen Schautafeln, worum es geht. Anfang April tritt in sechs Stadtteilen ein Modellversuch zur wöchentlichen Leerung der Biotonne in Phase zwei. Das soll helfen, mehr Bioabfall getrennt einzusammeln, der bisher in Restmülltonnen landet.

„Mit strikter Mülltrennung kann man richtig Geld sparen“, erinnert das Umweltamt, denn je kleiner die Restmülltonne, desto geringer die Gebühr. Papier- und Biotonne sind darin schon enthalten, Verpackungsmüll und Glas werden über einen Aufschlag beim Kauf bezahlt.

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