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Frankfurt: Müllabfuhr soll umweltfreundlicher werden

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Von: Christoph Manus

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Fast alles wird teurer. Doch die Müllgebühren sollen in Frankfurt konstant bleiben.
Strom oder Wasserstoff statt Diesel. So will die Frankfurter FES ihre Flotte an Müllfahrzeugen nach und nach umweltfreundlicher machen. © Rolf Oeser

Der Frankfurter Entsorgungsbetrieb FES schafft erstmals ein Müllfahrzeug an, das mit Wasserstoff betrieben wird. Es will zudem acht Elektrofahrzeuge in die Flotte aufnehmen.

Die Frankfurter Entsorgungs- und Service-Gesellschaft FES will bei der Müllabfuhr umweltfreundlicher vorgehen. Das mehrheitlich städtische Unternehmen hat, wie die Stadt jetzt mitteilte, kurz vor Weihnachten ein wasserstoffbetriebenes Müllfahrzeug bestellt, das allerdings „nach heutigem Stand“ erst im Herbst kommenden Jahres in den Fuhrpark integriert werden kann.

Bei der Finanzierung des Fahrzeugs hilft der Bund. Das Verkehrsministerium übernimmt 90 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zum herkömmlichen Dieselfahrzeug. Das neue Müllauto soll zunächst im Industriepark Höchst betankt werden. Perspektivisch werde das aber auch am Standort des Müllheizkraftwerks möglich sein, heißt es in der Mitteilung.

Das Fahrzeug ergänze die „Offensive im Bereich der alternativen Antriebe“, sagt FES-Geschäftsführer Dirk Remmert. So sollen etwa von April an acht Elektro-Müllfahrzeuge sukzessive ausgeliefert werden. „Um Klimaneutralität zu erreichen, müssen wir fossile Treibstoffe durch emissionsfreie und grüne Antriebe ersetzen“, sagt die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), die dem Aufsichtsrat der FES vorsteht. Dabei gehe die FES mit gutem Beispiel voran.

CO2-Fußabdruck erstellt

Um klimafreundlicher arbeiten zu können, hat das Unternehmen auch erstmals seinen Kohlendioxid-Fußabdruck verifizieren lassen. Damit hat es nach städtischen Angaben eine umfassende Übersicht über seine Emissionsbilanz gewonnen. „Die Verifizierung belegt, dass wir schon heute in Teilen gut aufgestellt sind“, sagt FES-Chef Remmert. „Zudem versetzt sie uns in die Lage, der Öffentlichkeit genauer als bisher die Kosten einer klimaneutralen FES aufzuzeigen.“

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