Kriminalität

Mordanklage gegen Ehemann

  • Stefan Behr
    vonStefan Behr
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Ein 37-Jähriger soll seine Frau getötet haben. Knochen der Toten waren in der Müllverbrennungsanlage gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft hat Mordanklage gegen einen 37 Jahre alten Mann erhoben. Ihm wird vorgeworfen, in der Nacht auf den 24. Oktober 2019 seine 43 Jahre alte Ehefrau umgebracht zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann seit August eine Geliebte, die von ihm schwanger war, zudem wollte er sich in den Besitz der gemeinsam bewohnten Eigentumswohnung seiner Ehefrau in Nied sowie deren Ferienhaus in Spanien bringen – und seine Schulden bei ihr loswerden.

Am Morgen nach der vorgeworfenen Tat hatte der mehrfach wegen Betrugs vorbestrafte Mann seine Frau als vermisst gemeldet, hatte sich aber bei seinen Aussagen in Widersprüche verhaspelt – und war so unvorsichtig gewesen, seine Geliebte in die Wohnung in Nied einziehen zu lassen, obwohl er angeblich mit der Rückkehr seiner Ehefrau rechnete. Da der Mann als Objektleiter eines Gebäudes arbeitete, zu dem ein Müllpresscontainer gehörte, der auf Geheiß des Mannes am 30. Oktober geleert worden war, untersuchte die Polizei die Schlacke der Müllverbrennungsanlage in Flörsheim/Wicker – und fand Knochenreste, die eindeutig der verschwundenen Ehefrau zuzuordnen waren. Zudem wurden Blutspuren der Frau in der Wohnung gefunden.

Wie das Opfer getötet wurde, ist bislang unklar. Der seit Mitte November 2019 in U-Haft sitzende Mann beteuert seine Unschuld. Ein Termin für den Prozess vor der 22. Strafkammer des Landgerichts steht noch nicht fest.

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