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In Frankfurt haben 30 Prozent der Menschen einen ausländischen Pass. Foto: Peter Jülich
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In Frankfurt haben 30 Prozent der Menschen einen ausländischen Pass.

Migration

Frankfurt: Mittelgroße afghanische Community

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In Frankfurt leben schon zahlreiche Menschen aus Afghanistan - angesichts der Fluchtbewegungen aus dem Land werden voraussichtlich weitere dazu kommen.

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat die Bundeswehr ihren Evakuierungseinsatz beendet. Sie flog mehr als 5000 Menschen aus Kabul in die usbekische Hauptstadt Taschkent aus. Von dort starteten gecharterte Flieger zum Frankfurter Flughafen.

In Frankfurt gibt es eine mittelgroße afghanische Community. Sie ist im ersten Halbjahr dieses Jahres nach Zahlen des Bürgeramts, Wahlen und Statistik um 132 Menschen gewachsen. Insgesamt wohnten genau 5843 Menschen mit afghanischem Pass in der Stadt. Zwölf ausländische Communitys in Frankfurt sind noch größer, angeführt von Menschen mit Pass aus der Türkei (rund 24 000), aus Kroatien (rund 16 000), Italien (rund 15 000).

Angesichts der Fluchtbewegungen aus Afghanistan wird die Zahl der Afghanen in Deutschland und in Frankfurt weiter wachsen. Nach Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks gibt es schon jetzt 3,5 Millionen Vertriebene vor Ort. Pakistan hat demnach zuletzt rund 1,4 Millionen von ihnen aufgenommen, Iran rund 780 000.

In Deutschland genießen politisch verfolgte grundsätzlich Asyl – wenn sie es direkt nach Deutschland schaffen. Über die Verteilung von Geflüchteten, die an den EU-Außengrenzen ankommen, konnten sich die EU-Staaten nicht einigen.

Der Umgang mit den Geflüchteten spielt im Bundestagswahlkampf eine Rolle. Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat vorgeschlagen, zunächst 50 000 Menschen aus Afghanistan aufzunehmen. Der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet mahnte, 2015 dürfe sich nicht wiederholen. Damals kamen wegen des Bürgerkriegs in Syrien etwa 900 000 Geflüchtete nach Deutschland. Der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bot an, die Nachbarländer Afghanistans bei der Aufnahme von Geflüchteten unterstützen zu wollen.

Die Opposition im Bundestag kritisierte die Rolle der Bundesregierung angesichts der Afghanistanstrategie. Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin sprach von einem „kollektiven Versagen“. Der Linken-Verteidigungspolitiker Alexander Neu forderte den Rücktritt der Bundesregierung. fle

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