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Ann-Katrin Adams (l.) und die Künstlerin Katrin Skok präsentieren Kleidungsstücke, die im Projekt eine zentrale Rolle spielen.
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Ann-Katrin Adams (l.) und die Künstlerin Katrin Skok präsentieren Kleidungsstücke, die im Projekt eine zentrale Rolle spielen.

Frankfurt

Frankfurt: Mit Mode Erinnerungen wecken

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Ein neues Projekt am Frankfurter Bürgerinstitut richtet sich an Menschen mit und ohne Demenz. Durch Haptik, Gerüche und Anprobieren sollen die Teilnehmenden sich an Erfahrungen und Geschichten von früher erinnern.

Wie rochen noch mal Mottenkugeln? Welche Erinnerungen hat man an den Geruch von Kölnisch Wasser? Oder welche Kleidung trugen die Eltern, welche trug man vor Jahren selber gern? Diesen und noch weiteren Fragen möchte sich die inklusive Projektwerkstatt „Aufgetragen – Stoff meines Lebens“ annähern. Konzipiert wurde das Projekt von Ann-Katrin Adams, die den Demenzbereich im Frankfurter Bürgerinstitut leitet, und der Künstlerin Katrin Skok.

Es richtet sich an Menschen mit und ohne Demenz. Es gehe um kulturelle Teilhabe von älteren Menschen, doch nur auf eine bestimmte Altersklasse sei man nicht beschränkt, so Adams.

Die zehn Teilnehmer:innen sollen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam eigene Geschichten rund um das Thema Mode und Kleidung ergründen und auch wieder kulturelle Teilhabe erleben. „Alle sollen sich auf Augenhöhe begegnen und die Demenz soll nicht im Vordergrund stehen“, sagt Skok.

Geplant sind zehn Termine, an denen sich die Beteiligten auf der Terrasse des Bürgerinstituts in der Oberlindau 20 treffen. Der erste Termin ist am Samstag, 10. Juli. Aktuell gibt es noch freie Plätze.

Inhaltlich sollen verschiedene Schwerpunktfragen ergründet werden. Mal vertieft eine Verkleidungs-Session die Erinnerungen an einstige Mode, mal geht es darum, was man aktuell gerne trage. Gerüche spielen bei der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen eine wichtige Rolle. Doch auch das Einbeziehen des Körpers bewirke etwas, sagt Adams. „Wir helfen dabei, Türen zu öffnen und schauen, was dahinter ist“, ergänzt Skok.

„Auch wir beide lassen uns darauf ein“, sagt Adams. Wo das Ganze im Laufe der zehn Termine hinführe, ist in Teilen noch offen. Klar ist, dass es am Ende des Projekts eine Präsentation geben soll. Ob in Form einer Schau, einer Fotodokumentation oder ganz anders, soll im Laufe der Zeit geklärt werden.

Wichtig ist den beiden, das betonen sie immer wieder, dass dieses Projekt kein reines Frauenthema ist. Gern möchten sie auch Männer im Kreis der Teilnehmenden begrüßen. Denn zu Mode und Kleidung habe jeder eine Meinung. „Jeder empfindet irgendetwas als schön oder hässlich“, sagt Adams. Auch Männer haben Erinnerungen an frühere Kleidungsstücke oder würden gern etwas anprobieren.

Gefördert wird das Projekt vom Fonds Soziokultur, der mit Mitteln des Konjunkturpakets Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien partizipative Kulturprojekte unterstützt. Die Projektwerkstatt ist ein Beitrag zu Inklusion und Diversität im kulturellen Bereich, so Adams.

Anmeldungen für die kostenfreie Projektwerkstatt sind unter Telefon 069 /972 017 41 oder per E-Mail an

adams@buergerinstitut.de möglich.

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