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Frankfurt: Mit kleinen Schritten die Welt verbessern

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Von: Thomas Stillbauer

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Cora Sitte mit nachhaltig selbstgemachter Kosmetik.
Cora Sitte mit nachhaltig selbstgemachter Kosmetik. © Peter Juelich

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt bittet wieder zum Nachhaltigkeitspraktikum. Wer mitmacht, kann sein Leben verändern und der Umwelt helfen.

Sie veranstalten Kochabende ohne Plastik, machen ihr eigenes Haarshampoo aus Roggenmehl, stellen ihr Geschäft auf Ökostrom um und ersetzen Gutscheine durch wiederverwendbare „Gutsteine“: Die Leute, die bei der Stiftung Polytechnische Gesellschaft am Projekt „Nachhaltigkeitspraktiker“ teilnehmen, verändern mit kleinen, aber klugen Schritten die Welt. Jetzt läuft die Bewerbungsphase für die nächste Runde.

Wer 18 Jahre alt ist und Interesse an gelebter Nachhaltigkeit hat, kann sich bis zum 20. Februar bewerben, denn: „Der Klimawandel geht uns alle an, und jeder kann einen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz leisten“, wirbt die Polytechnische.

In der dritten Runde des 2020 geschaffenen Formats werden sich wieder Gleichgesinnte in einer Gruppe dabei unterstützen, ihre persönlichen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Dafür stellt die Stiftung Workshops und Vorträge zu Themen wie Konsumverhalten, Mobilität und Ernährung auf die Beine. Die Nachhaltigkeitspraktikerinnen und -praktiker teilen anschließend mit den anderen ihre Erfahrungen – und geben zugleich Beispiele dafür, „wie es gelingen kann, die Frankfurter Stadtgesellschaft nachhaltiger zu gestalten“, so das Ziel.

Nachdem die ersten beiden Durchgänge eine Altersbeschränkung nach oben hatten (35), fällt diese Grenze nun weg; alle Volljährigen sind willkommen. Veranstaltungen gibt es alle zwei Wochen zwischen März und Juli, entweder digital, hybrid oder in Präsenz, je nachdem, was die Pandemie gerade erlaubt.

Dem Haar tut’s gut

Maria Hergenhan, die in der zweite Runde dabei war, nahm sich etwa des Themas Umweltverschmutzung an, sammelte eigenhändig 30 Kilogramm Müll in der Natur und gibt nun in Videos gute Tipps, wie man Müll auf Ausflügen vermeiden kann.

Cora Sitte, ebenfalls Teilnehmerin der zweiten Projektgeneration, beschäftigte sich mit dem Thema Kosmetik – in der FR war im Oktober zu lesen, wie sie Gänseblümchenöl selbst herstellte (aus Gänseblümchen und Rapsöl), wie sie Zahnpasta aus Kokosöl, Minzöl und Natron machte – und wie gut es ihrem Haar tut, mit Roggenmehl gewaschen zu werden. Und die Natur profitiert vom Verzicht auf all die Plastikverpackungen.

Studentin Thuy Huyen Vuong kam durch das Projekt dazu, wieder mehr selbst und frisch zu kochen. „Ich dachte, ich sei die Einzige, die sich Gedanken über Nachhaltigkeit macht“, sagt sie. War gar nicht so. „Hier habe ich meine Community gefunden.“

Alle Informationen zum Projekt:

www.nachhaltigkeitspraktiker.de

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