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Corona in Hessen

Corona in Frankfurt: 30 Infizierte nach Partyveranstaltung

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  • Jens Joachim
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  • Steven Micksch
    Steven Micksch
  • Jutta Rippegather
    Jutta Rippegather

In Frankfurt nehmen die Fallzahlen weiter stark zu, mit Lockerungen ist vorerst nicht zu rechnen. Mitverantwortlich ist ein Ausbruch bei einer Party.

Frankfurt - Update 23. Juli: Wie am Freitag bekannt wurde, handelte sich bei der Veranstaltung mit 30 positiv getesteten Menschen nicht wie ursprünglich von der Stadt mitgeteilt um eine Veranstaltung im Club, sondern um eine Veranstaltung in einem Bürogebäude.

Am Ende war die Prognose des Frankfurter Gesundheitsamtes eingetroffen: In der Mainmetropole würden die neuen Lockerungen des Landes Hessen nicht greifen, weil die Sieben-Tage-Inzidenz bereits am Donnerstag (22.07.2021) über 35 pro 100.000 Einwohner:innen liegen würde. So war es: Mit 37,6 schob sich Frankfurt damit kurzzeitig auch an Darmstadt vorbei und hatte hessenweit von allen Landkreisen und kreisfreien Städten die höchste Inzidenz. Am Freitag (23.07.2021) lagen die Werte bei 40,2 (Frankfurt) und 41,0 (Darmstadt). Landesweit lag die Inzidenz bei 17,6.

Zur Beibehaltung der in den vergangenen Wochen geltenden Corona-Regeln hat die Stadt Frankfurt, wie vom Land Hessen vorgeschrieben, eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Sie tritt am heutigen Freitag in Kraft. Gleichzeitig mahnen Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) und das städtische Gesundheitsamt die Bevölkerung, sich weiter verantwortungsvoll zu verhalten.

Das Coronavirus breitet sich in Frankfurt weiter aus.

Corona in Frankfurt: 30 Infizierte nach Clubbesuch

Die Infektionsgefahren würden weiterhin bestehen, wie eine Häufung von Covid-19-Infektionen bei Gästen einer Frankfurter Veranstaltung mit bislang 30 positiv Getesteten zeige. Die Feiernden waren wegen des Regens nach innen geflüchtet. Ohne Masken steckten sich viele an. Der Anstieg der Infektionen in der Stadt finde aber weiterhin in der Breite der Bevölkerung statt.

So verständlich der Wunsch nach Rückkehr zur Normalität und geselligem Beisammensein sei: Gerade bei Feiern im privaten oder öffentlichen Bereich sollten Abstände eingehalten und Masken getragen werden. „Die vierte Infektionswelle steht bereits in der Tür“, schrieb Majer in einer Pressemitteilung.

Dass Frankfurt eine höhere Inzidenz als viele andere Städte aufweise, erklärt man sich im Gesundheitsamt auch mit der Größe der Stadt. Es würde mehr Veranstaltungen und öffentliche Versammlungen geben, das Risiko einer Infektion sei dadurch gegeben. Eine Schwierigkeit sei, dass man nur selten heraus bekomme, wo die Menschen sich konkret angesteckt haben, erklärte ein Arzt des Gesundheitsamtes im Gespräch mit der FR.

Corona in Darmstadt: Sieben-Tage-Inzidenz wieder über Schwellenwert

Wie in Frankfurt liegt seit Donnerstag auch in Darmstadt die Sieben-Tage-Inzidenz über dem ersten Schwellenwert des Eskalationskonzepts des Landes. In den vergangenen sieben Tagen wurden 57 neue Infektionsfälle registriert. Darunter befinden sich auch die Fußballprofis Patric Pfeiffer, Frank Ronstadt und Braydon Manu vom Zweitligsten SV Darmstadt 98.

Die Stadt Darmstadt wird an diesem Freitag auf der Grundlage des neuen hessischen Eskalationskonzeptes eine neue Allgemeinverfügung veröffentlichen, in der mit Wirkung vom kommenden Samstag, 0 Uhr, verschiedene Einschränkungen in Kraft treten. So müssen Gäste von gastronomischen Betriebe einen Negativtest vorweisen, wenn die Innenräume genutzt werden.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) teilte mit, aus medizinischer Sicht sei der derzeit zu beobachtende Anstieg der Infektionsfälle „auf zunehmende Kontakte in jüngeren Altersgruppen zurückzuführen“, die wieder vermehrt am sozialen und kulturellen Leben vor allem in den Städten teilnehmen, sich treffen, Veranstaltungen besuchen und sich dabei leider auch vereinzelt infizieren würden.

Corona in Hessen: FDP-Abgeordneter kritisiert Corona-Verordnung

Zudem sei möglich, dass auch die inzwischen dominierende Delta-Variante, die eine höhere Infektiosität aufweise, in der Stadt das derzeit „diffuse Infektionsgeschehen“ zusätzlich antreibe. Abgesehen von dem Corona-Ausbruch bei den Darmstädter Lilien gebe es „keine größeren lokalen Ausbrüche“.

Unterdessen kritisierte FDP-Landtagabgeordneter Stefan Naas am Donnerstag die an dem Tag in Kraft getretene Corona-Verordnung. „Überall wird getanzt, nur nicht in Hessens Clubs.“ Dabei sei das Feiern dort sicherer als illegale Partys. Naas forderte eine Gleichstellung der Clubs mit Veranstaltungen. (Jutta Rippegather)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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