Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kultur

Frankfurt: Mit der Maus durchs Senckenberg-Haus

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
    schließen

Vogelstimmen zuordnen, virtuelle Führungen: Beim Museumstag gibt es in Hessen viel zu entdecken

Ein Museum ist laut Internetlexikon ein Heiligtum. Eine öffentliche Einrichtung, die keinen Gewinn erzielen soll, aber im Dienst der Entwicklung der Gesellschaft steht. Damit dieser schöne Gedanke nicht verloren geht, gibt es einmal im Jahr den Internationalen Museumstag, bei dem sich die Häuser weltweit staunenden Besuchergruppen öffnen. In diesem Jahr am Sonntag, 16. Mai, ist die Erinnerung in der 44. Auflage vielleicht ein bisschen eindringlicher als sonst.

Denn selbst, wenn ein Museum geschlossen hat, sagen wir mal, wegen einer Pandemie, kann es noch immer lehrreiche und spannende Erfahrungen liefern. Dann eben über moderne Kommunikationswege, virtuelle Zugänge im Internet. Und so ist das Motto des Museumstags 2021: „Museen inspirieren die Zukunft“. Mehr als 1000 digitale Angebote sind auf der Website www.museumstag.de zu finden: 360-Grad-Rundgänge, Hörspiele, digitale Live-Führungen. Gäste können die Online-Sammlungen und Archive durchforsten, Youtube-Filme verfolgen und bei Social-Media-Spielen mitmachen.

„Museen sind die wichtigste Bildungseinrichtung außerhalb von Schulen“, sagt Birgit Kümmel, Vorsitzende des Hessischen Museumsverbands, beim Pressegespräch vorab. Sie laden ein, aktiv zu werden, bieten Kultur an, vermitteln auch Werte, von Gleichheit und Gerechtigkeit zum Beispiel. Das gelte es, unbedingt zu bewahren. Zwar ist die Lage noch nicht alarmierend. Das Gros der Hessischen Museen ist weitgehend unbeschadet durch das erste Corona-Jahr gekommen, sagt Christina Reinsch, Geschäftsführerin des Verbandes. Lange geht das aber nicht mehr gut.

„Die Ungewissheit sorgt für Frustration“, sagt Reinsch. Manche Museen hätten seit einem Jahr nicht geöffnet, vor allem die kleineren Häuser haben Probleme, alleine schon, weil die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter oft selbst zur Risikogruppe gehören und sich nicht mehr so einbringen können oder wollen wie sonst. Viele Vereine leben in diesen Tagen von ihren Rücklagen, ein Jahr ohne Einnahmen aus Festen oder ähnlichem können sie überstehen.

„Es gibt aber auch Lichtblicke“, sagt Reinsch. Eine Reihe von Museen habe vermeldet, die Nachfrage nach ihren Angeboten habe zugenommen. Über digitale Formate haben sie Besuchergruppen erreicht, die sonst nicht ins Museum gehen. „Wir alle vermissen den persönlichen, direkten Austausch“, sagt Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), in einer Videobotschaft zum Museumstag.

Umso mehr freue sie sich, dass die Museen kreative neue Ideen entwickelten, sich auch in der digitalen Welt zu präsentieren. „Wir wollen unsere reiche Museumslandschaft behalten“, sagt Dorn eindringlich. Das Land fördert das mit Soforthilfen. 150 Millionen Euro hat Hessen vergangenes Jahr über das Kulturpaket I an Kultureinrichtungen, Künstler und Kulturschaffende weitergereicht, konkretisiert Ulrich Adolphs, Abteilungsleiter Kunst und Kultur im Ministerium. Ein Kulturpaket II ist in Vorbereitung.

Wo technische Voraussetzungen oder Know-how für Digitalangebote fehlen, hilft der hessische Museumsverband gerne aus, sagt Anne-Marie Bernhard, Referentin für Digitalisierung beim Verband. Einmal, was Haustechnik, Verwaltung, Katalogisierung, Inventarisierung angeht. Aber auch, was Spaß und Spannung in Angeboten im virtuellen Raum betrifft. Nach der Pandemie soll das Digitale nämlich fester Bestandteil der Museenlandschaft bleiben, ein nachhaltiges Angebot sein, sagt Bernadette Gorsler, die den Museumstag koordiniert.

www.museumstag.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare