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Der Hochleistungsscanner in der Grafischen Sammlung des Historischen Museums.
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Der Hochleistungsscanner in der Grafischen Sammlung des Historischen Museums.

Kulturpolitik

Frankfurt: Millionen für digitale Museen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In Frankfurt haben noch längst nicht alle Museen freies WLAN. Die Kulturdezernentin fordert ein Millionenbudget und weitere Stellen.

Es war ein Größenvergleich, den Digitalisierungsdezernent Jan Schneider (CDU) am Donnerstag im Stadtparlament anstellte. Endlich, sagte er, sei die Digitalisierungsstrategie beschlossen, die eine gesamtstädtische sei, also für alle Bereiche gelte.

Als Grund, warum die Digitalisierungsstrategie Monate später beschlossen wurde, als er das wollte, führte er Abstimmungen an: Jede Dezernentin und jeder Dezernent könne eine eigene Digitalisierungsstrategie entwerfen.

Das Kulturdezernat sei diesen Weg gegangen und habe „ein dünnes Papierchen“ vorgelegt, sagte er. Zehn Seiten hat es. Die gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie umfasst 162 Seiten. Wobei in dem langen Strategiepapier sich auch nur gut zehn Seiten mit Kultur beschäftigen.

Museen sollen nicht ins Hintertreffen geraten

Wie aus dem Kultur-Strategiepapier hervorgeht, fordert das Kulturdezernat in den kommenden fünf Jahren 20 neue Stellen für die Digitalisierung in den Museen. So soll es Digitalisierungskuratoren und - kuratorinnen geben.

Über die 20 Stellen hinaus will Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) rund fünf Millionen Euro für die Digitalisierung der Museen ausgeben. Das müssten die Stadtverordneten in den kommenden Haushalten beschließen. Das Argument: So, wie die Museen derzeit digital aufgestellt seien, gerieten sie bald ins Hintertreffen, was sich auf ihre Popularität auswirkte. Menschen, die ins Museum gingen, wollten heutzutage über frei verfügbares WLAN ihren „user generated content“ einbringen oder sich digitale Ausstellungsinhalte ansehen. Sie blieben dann auch viel länger in den Museen.

Damit WLAN nicht nur für Besucherinnen und Besucher, sondern auch für die Angestellten ausgebaut werden könne, sei eine Zusammenarbeit mit dem Amt für Bau und Immobilien und dem Amt für Informationstechnik nötig, die beide Stadtrat Schneider unterstehen. Im Historischen Museum, im Jüdischen Museum und im Lesesaal des Instituts für Stadtgeschichte gibt es WLAN, in weiteren Museen ist es in der Vorbereitung.

Das Kulturdezernat stellt im laufenden Haushalt 300 000 Euro für die Digitalisierung der Museen und des Instituts für Stadtgeschichte bereit. Für 72 000 Euro ist ein Hochleistungsscanner gekauft worden, um hochwertige Digitalisate, also elektronische Versionen von Druckwerken, herzustellen. Der Scanner steht in der Grafischen Sammlung des Historischen Museums.

Im Historischen Museum gibt es den Angaben zufolge 610 000 Objekte, die auf die Digitalisierung warten, im Archäologischen Museum sind es 354 000 und im Deutschen Architekturmuseum 300 000.

Ab Herbst wird sich Lennard Everwien (Volt) als Dezernent um die Digitalisierung kümmern - und die Wünsche der Dezernentinnen und Dezernenten beachten müssen.

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