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Arbeiten an der weltweit größten Schule in Holzmodulbauweise auf dem Schulcampus Westend.

Schulen in Frankfurt

Frankfurt: 160 Millionen Euro in Bildung investiert

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Die Stadt Frankfurt hat anders als in den Vorjahren die im Haushalt vorgesehenen Investitionen für Bildungsprojekte auch genutzt. Besonders viel Geld floss in den Schulbau.

Die Stadt Frankfurt hat im laufenden Jahr – anders als in den Vorjahren – das für Bildungsinvestitionen zur Verfügung stehende Budget im Haushaltsplan voll ausgeschöpft. Das hat Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU) jetzt mitgeteilt. Insgesamt habe die Stadt in diesem Bereich rund 160 Millionen Euro investiert. Das seien sogar zwei Prozent mehr als veranschlagt waren.

Frankfurt: Schulen gebaut und saniert

Vor allem im Schulbau habe das Amt für Bau und Immobilien ein gewaltiges Volumen gestemmt, betont Schneider. Er weist etwa auf den Bau der weltweit größten Holzmodulschule auf dem Schulcampus Westend hin, die Errichtung eines Gebäudes für die IGS Kalbach-Riedberg, das in Holztafelbauweise entstandene Gebäude der KGS Niederrad, die Fertigstellung der Berkersheimer Schule und der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen sowie die abgeschlossene Sanierung der Elisabethenschule im Nordend.

Das Amt sei zudem als Dienstleister für andere Ämter tätig gewesen, etwa beim Bau der neuen Pinguin-Anlage im Zoo, eines neuen Ensembles im Palmengarten oder der Sanierung von zwei Kirchen.

Dass diesmal keine Haushaltsreste übrig bleiben, zeige die Leistungsfähigkeit des im Jahr 2017 gegründeten Amts für Bau und Immobilien, sagt Schneider. 2017 seien 95 Millionen Euro für Investitionen ausgegeben worden, nun seien es fast 70 Prozent mehr. Der Stadtrat weist zudem darauf hin, dass im Haushaltsentwurf für 2020 sogar 175 Millionen Euro eingeplant sind.

Frankfurt: Enormer Sanierungsstau abzuarbeiten

Noch immer stehe die Stadt aber vor einer gewaltigen Herausforderung. Im Frühjahr werde Frankfurt erstmals 760.000 Einwohner zählen, auch die Schülerzahl steige kräftig. „Wir müssen deshalb jedes Jahr im Schnitt zusätzlichen Platz für fast 2000 Schülerinnen und Schüler schaffen und etwa zwei neue Schulen bauen“, sagt Schneider. Gleichzeitig habe die Stadt einen enormen Sanierungsstau abzuarbeiten.

Schneider wirbt um Geduld. Aus finanziellen und personellen Gründen könnten nicht alle Anforderungen der Schulen sofort erfüllt werden, sagt der Baudezernent. Man sei mit der Reform des Hochbau- und Liegenschaftsmanagements aber auf einem guten Weg. Allerdings könne das Amt seine Aufgaben nur mit einer ausreichenden Ausstattung mit Personal und Geld bewältigen. Ende Oktober hieß es im Dezernat, von den 642 Stellen des Amts seien fast 100 nicht besetzt.

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