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Frankfurt: Mike Josef ist die logische Wahl

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Von: Christoph Manus

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Mike Josef, hier mit Kolja Müller und Ina Hartwig, will Frankfurter Oberbürgermeister werden.
Mike Josef, hier mit Kolja Müller und Ina Hartwig, will Frankfurter Oberbürgermeister werden. © Renate Hoyer

Die Frankfurter SPD nominiert ihren bekanntesten Politiker für die Oberbürgermeisterwahl. Das ist nicht überraschend. Doch dass Josef antritt, ist keine Selbstverständlichkeit. Ein Kommentar.

Dass die SPD ihren langjährigen Vorsitzenden Mike Josef als Oberbürgermeister-Kandidaten aufstellen will, ist alles andere als eine Überraschung. Der Frankfurter Dezernent für Planen, Wohnen und seit einem Jahr auch für Sport ist der mit Abstand bekannteste Politiker der Frankfurter Sozialdemokraten, gilt als ihr größtes Talent seit vielen Jahren; er ist die logische Wahl. Der 39-Jährige, der sich einiges von der Dynamik des früheren Asta-Vorstands bewahrt hat, ist einer, dem die Leute abnehmen, dass es ihm tatsächlich um die Sache geht, um bezahlbare Mieten etwa, kostenlose Bildung, eine Stadt für alle. Weit über die Partei hinaus ist er für seine Geradlinigkeit und Teamfähigkeit geschätzt. Schon lange war denn auch klar: Wenn Josef Oberbürgermeister-Kandidat werden will, wird er es auch.

Dass Josef antritt, ist dennoch keine Selbstverständlichkeit. Denn die Situation ist für die Frankfurter Sozialdemokraten nicht einfach. Und das hat zum größten Teil mit dem am Sonntag abgewählten Oberbürgermeister Peter Feldmann zu tun. Die SPD hat sich in den vergangenen Monaten maximal von ihrem Parteifreund distanziert, ja sogar für dessen Abwahl geworben. Doch das kam nicht bei allen Menschen, die in der Regel SPD wählen, gut an. Umgekehrt kann es immer noch Wähler:innen geben, die die SPD mit dem AWO-Skandal verbinden. Josef geht also durchaus ins Risiko, zeigt mit seiner Bewerbung großes Selbstbewusstsein. Das könnte am Ende belohnt werden. Gute Chancen, der nächste Oberbürgermeister zu werden, hat Josef allemal.

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