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Frankfurt: Mieten auf der Zeil sinken

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Von: Christoph Manus

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Die Pandemie hat die Zeil stark getroffen. Nun gibt es keine Auflagen mehr. Doch so gute Geschäfte wie einst machen die Läden an der Einkaufsstraße schon lange nicht mehr.
Die Pandemie hat die Zeil stark getroffen. Nun gibt es keine Auflagen mehr. Doch so gute Geschäfte wie einst machen die Läden an der Einkaufsstraße schon lange nicht mehr. © Renate Hoyer

Die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen an der Zeil in Frankfurt bleibt auch nach Ende der Corona-Auflagen gering. Immer noch ist der offene und verdeckte Leerstand von Läden hoch.

Auch nach Ende der Corona-Auflagen liegt die Nachfrage nach Geschäftsräumen an der Zeil und den anderen Einkaufsstraßen im Frankfurter Zentrum deutlich unter der früherer Jahre. Nach Zahlen des Maklerhauses JLL wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in der Innenstadt nur 6700 Quadratmeter Fläche für Läden oder Lokale neu vermietet. Das waren 15 Prozent weniger als im stark von der Pandemie geprägten ersten Halbjahr 2021 – und nicht einmal halb so viel wie im Schnitt der vergangenen fünf Jahre.

Am mangelnden Angebot dürfte das nicht liegen. Jeder vierte Quadratmeter Einzelhandelsfläche im Zentrum gilt laut JLL derzeit als verfügbar. Das heißt, dass die Räume sichtbar leerstehen, noch nicht vermietet sind, dass der Mietvertrag innerhalb von 1,5 Jahren ausläuft, der Mieter einen Nachmieter sucht oder der Eigentümer einen neuen Mieter. In keiner anderen vergleichbaren Großstadt liegt diese Quote so hoch. Den zweithöchsten Wert nennt das Maklerhaus mit 19 Prozent für Hamburg.

Die Ladenmieten sind bereits gesunken. Noch vor zwei Jahren lagen diese an der Zeil in der Spitze bei 310 Euro pro Quadratmeter. Nun sind laut JLL noch 280 Euro pro Quadratmeter zu zahlen. Das ist auch im Vergleich allerdings immer noch ein hoher Wert. Nur in München und Berlin sind Einzelhandelsflächen in 1a-Lage noch teurer. Trotz aller Krisen sieht JLL auch die Mieten für Flächen an der Freßgass’ und der Goethestraße über der Marke von 200 Euro pro Quadratmeter.

Die Situation des Einzelhandels dürfte sich eher wieder verschärfen. Das „Konsumbarometer“ des Handelsverbands Deutschland ist in der Energiekrise auf ein Allzeittief gesunken. Viele Menschen seien verunsichert und hielten sich mit Anschaffungen zurück, heißt es. cm

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