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Der Kopf hinter Mentor Lane: Colin Berr hat die neue Plattform im vergangenen Sommer gelauncht. mentor lane
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Der Kopf hinter Mentor Lane: Colin Berr hat die neue Plattform im vergangenen Sommer gelauncht. mentor lane

Gründen

Frankfurt: „Mentor Lane“ unterstützt Gründer:innen

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Die Plattform vernetzt Start-ups mit erfahrenen Unternehmer:innen. Davon profitieren beide Seiten, sagen Andre Valdes und Kim Körber, die sich über Mentor Lane gefunden haben.

Wer in Zeiten der Krise gründen will, soll sich am liebsten einen Mentor suchen“, sagt Andre Valdes, Gründer einer Künstlerinitiative. „Ich weiß jetzt mehr denn je, worin ich richtig gut bin und was ich brauche, um ein Start-up erfolgreich aufzubauen.“ Gelernt hat Valdes das in zahlreichen Gesprächen mit seinem Mentoren, dem Unternehmer Kim Körber, sagt er. Die beiden haben sich über die Plattform Mentor Lane gefunden.

Mentor Lane ist ein junges Unternehmen aus Frankfurt, das aufstrebende Gründer:innen fördern will, indem es sie mit erfahrenen Mentor:innen vernetzt. Die Vernetzung läuft über eine digitale Plattform, über die sich junge Gründer:innen direkt an potenzielle Berater:innen wenden können. Sind beide der Meinung, dass die Chemie stimmt, entsteht ein Mentorentandem. Angeboten werden zwei Varianten: eine, bei der die Mentor:innen sich ehrenamtlich engagieren, und eine kostenpflichtige.

„Zu Beginn der Pandemie haben wir uns überlegt, wie wir viele Menschen möglichst schnell, aber auch nachhaltig unterstützen können,“ erzählt Colin Berr. Der 29-Jährige, der in Frankfurt lebt, hat das Unternehmen gegründet. Seit er die digitale Plattform im Sommer vorigen Jahres gelauncht hat, haben deutschlandweit zirka 35 Mentees, wie Berr die jungen Gründer:innen nennt, einen Mentor oder eine Mentorin gefunden. Wie die Zusammenarbeit genau aussieht, entscheiden die Tandems individuell.

„Der Mentee will das erreichen, was der Mentor schon erreicht hat. Er kann auf dessen Erfahrung bauen und muss viele Fehler, die der Mentor gemacht hat, selbst nicht mehr machen“, erläutert Berr. Allerdings sei die Zusammenarbeit nicht nur für die Mentees gewinnbringend. „Beide Seiten profitieren: Mentoren können etwas an einen jungen Menschen weitergeben und lernen, insbesondere in neuen Themenfeldern wie zum Beispiel Social Media oder Kryptowährung, häufig noch etwas dazu.“

Andre Valdes und Kim Körber sind seit Juli vergangenen Jahres ein Mentorentandem – und inzwischen auch Geschäftspartner und Freunde. Fragt man Valdes, wie es ist, einen Mentor zu haben, antwortet der 25-Jährige: „Es ist, als ob du die ganze Zeit zu Fuß unterwegs warst, und dann kommt jemand mit dem Auto und holt dich ab.“ Auch wenn sich Valdes und Körber, die in Mainz beziehungsweise Bad Nauheim wohnen, erst einmal persönlich getroffen haben, stehen sie täglich per Videoanruf in Kontakt. „Kim hat mir gezeigt, dass ich bereits alles in mir trage, was ich brauche, um mein Ziel zu erreichen“, sagt Valdes. „Durch ihn konnte ich meine Selbstzweifel überwinden und mein Projekt weiter voranbringen.“ Der gebürtige Amerikaner wollte ein Unternehmen aufbauen, das Künstler:innen einen Mehrwert bietet. 2019 hatte er mit einem eventbasierten Projekt begonnen, doch Corona machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Gemeinsam mit Körber hat er seine Idee angepasst.

„Was die meisten Start-ups zurückhält, ist, dass sie denken, alles selbst machen zu müssen“, sagt Valdes. „Es sollten sich mehr Leute trauen, nach Hilfe zu fragen.“ Mit seinem neuen Projekt, Great Gallery, will er nun ganze Städte in Galerien verwandeln und Kunst für alle zugänglich machen. In Zusammenarbeit mit Künstler:innen und Unternehmen soll Kunst im öffentlichen Raum, beispielsweise in Lokalen oder Stadthallen, stattfinden.

„Für mich bedeutet Mentoring nicht, Entscheidungen vorwegzunehmen, sondern Ideen zu spiegeln und Feedback zu geben“, sagt Kim Körber. Spricht man mit den beiden, wird deutlich, dass sie sich auf Augenhöhe begegnen. So sagt auch Körber: „Ich konnte fast mehr von Andre lernen als umgekehrt.“ Eine Laufzeit für ihre Zusammenarbeit haben die beiden nicht festgelegt. „Mentoring ist eine lebenslange Beziehung“, sagt Körber. Und Valdes ist überzeugt: „Ohne Mentor Lane wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin.“

www.mentorlane.com

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